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Hannes
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Registrierungsdatum: May 2000
Ort: AT
Beiträge: 1.273
Was beudetet eigentlich PWM bei Lüftern und Netzteilen ?

Hallo Gullianer

Was bedeudet eigentlich PWM (PulsWeitenModulation) bei Gehäuselüftern und Netzteilen ?

Was bringt einem das ? Und warum sollte man diese PWM Technik einsetzen ?

Ich habe bei Goggle schon eine ganze Weile gesucht, aber keine richtige Erklärung gefunden welche mir weiterhilft. Es gibt z.B. die Arctic Cooling Lüfter (egal ob Gehäuse oder CPU Lüfter) mit PWM und auch ohne. Mit PWM sind diese etwas teurer.

Ebenso gibt es einige Netzteilhersteller, welche die PWM Technik einsetzen und bei solchen Netzteilen ist oft der Wirkungsgrad deutlich besser. Hat es damit zu tun ?
Alt 11. 11. 2007, 14:24 Hannes is offline Mit Zitat antworten #1
florian@gsx1000
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Registrierungsdatum: Dec 2006
Ort: Thü
Beiträge: 71
Re: Was beudetet eigentlich PWM bei Lüftern und Netzteilen ?

bei schaltnetzteilen braucht man die pwm, um aus der gleichgerichteten eingangsspannung eine wechselspannung zu erzeugen, da ansonsten im trafo auf der sekundärseite keine spannung induziert werden könnte. beim lüfter nimmt man das prinzip einen frequenzumrichters. ich gehe mal davon aus das die lüfter entweder mit wechselspannungsmotoren ausgerüstet sind, oder mit irgenwelchen anderen wicklungsarten, die mit ac funktionieren

mfg, flo
Alt 11. 11. 2007, 15:40 florian@gsx1000 is offline Mit Zitat antworten #2
zilluss
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Benutzerbild von zilluss
 
Registrierungsdatum: Aug 2007
Beiträge: 154
Re: Was beudetet eigentlich PWM bei Lüftern und Netzteilen ?

Soweit ich weiß kann damit die Drezahl des Lüfters geändert werden. Da die Spannung immer gleich bleibt lässt man immer nur eine bestimmte Zeit eine Spannung auf das Gerät dadurch wird der Strom in einem gewissen zeitlichen Rahmen auch geringer.
Alt 11. 11. 2007, 15:57 zilluss is offline Mit Zitat antworten #3
aNtiCHrist
Moderator
 
Benutzerbild von aNtiCHrist
 
Registrierungsdatum: May 2000
Beiträge: 16.152
Re: Was beudetet eigentlich PWM bei Lüftern und Netzteilen ?

Bei den Lüftern sind das weiterhin bürstenlose Gleichstrommotoren mit magnetischem Kommutator. Die PWM wird hier zur Leistungs- und damit Drehzahlsteuerung genutzt, indem sie mit einer Frequenz um ein mehrfaches höher der Kommutatorfrequenz die Betriebsspannung nur noch über einen Teil der Periode anlegt. Da die Masse des Motors auf die Drehung wie ein Tiefpass wirkt, läuft der Motor dennoch rund. Der Vorteil gegenüber der Senkung der konstanten Betriebsspannung liegt in einer deutlich höheren Effizienz. Ein Linearregler würde ja die überschüssige Spannung einfach in Wärme umsetzen und ein voll bestückter Schaltregler, der ja auch das Prinzip der PWM nutzt, wäre übertrieben, da der Tiefpass schon über die Spulen und vor allem die Rotormasse im Motor integriert ist.

Die Lüfter im Rechner, die PCM unterstützen, haben einen zusätzlichen Anschluss, an dem das PWM-Signal angelegt werden muss. Wird es mangels entsprechendem Ausgang deiner Lüftersteuerung nicht bereitgestellt, läuft der Lüfter halt auf voller Leistung.

Bei den PC-Netzteilen handelt es sich seit Urzeiten um Schaltnetzteile, die arbeiten wie schon gesagt prinzipbedingt mit PWM, die unterschiedlichen Wirkungsgrade sind hier auf die unterschiedlichen Bauweisen von Schaltnetzteilen und der besseren Dimensionierung der Bauteile zurückzuführen. Bei Billiggeräten wird gespart, was das Zeug hält, da werden alle irgendwie vermeidbaren Bauteile einfach weggelassen oder zumindest die billigsten gerade noch passenden verwendet.
Alt 11. 11. 2007, 16:13 aNtiCHrist is offline Mit Zitat antworten #4
BlackLight4
Mitglied
 
Registrierungsdatum: Nov 2007
Beiträge: 623
Re: Was beudetet eigentlich PWM bei Lüftern und Netzteilen ?

@Hannes, es geht bei Lüftern einfach nur um die Drehzahl und somit Geräuschreduzierung.

Wollte noch mehr schreiben, aber dann sah ich doch noch die perfekte Nachricht von aNtiCHrist. Einen Zusatz hätte ich aber noch.
Zitat:
Zitat von aNtiCHrist 
... Ein Linearregler würde ja die überschüssige Spannung einfach in Wärme umsetzen ...
Ist nicht der einzigste Nachteil.
Mir fallen gerade 3 Arten von "Linearreglern" ein:
1. Potentiometer, muss ein etwas größeres sein, also teuer. Weil es ein ohmscher Widerstand ist, kann es vorkommen, dass ein Lüfter nicht wieder anläuft, wenn man das Poti relativ weit runter dreht. (Anlaufstrom > Betriebsstrom)
2. LM317-Linearregler: schluckt selber ~3V, somit kann ein Lüfter nicht mehr mit voller Drehzahl laufen, da bei 12V nur ca 9V ankommen.
3. LowDropout-Linearregler: Teurer als 317-Typen oder ein 'billiger' PWM-MosFet.

Und dann noch das Problem, dass man 1.-3. nicht ohne Umwege einfach mit einem TTL-Signal ansteuern kann.
Alt 11. 11. 2007, 16:29 BlackLight4 is online now Mit Zitat antworten #5
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