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gullinews
gulli:News Redaktion
 
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Registrierungsdatum: Apr 2002
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Großbritannien: Keywörter an die Polizei herausgeben, sonst....

Das Königreich hat seinen ersten Fall einer Key-Herausgabe: eine Tierrechtsaktivistin soll der Polizei die Passwörter für einen verschlüsselten Bereich auf ihrem Rechner herausgeben, ansonsten drohen Strafen. Das umstrittene Gesetz, das die Passwortherausgabe auf Verlangen der Ermittler anordnet, trat letzten Monat in Kraft.

Als Begründung für die umstrittene Maßnahme wurde einmal mehr der allfällige Terrorismus bemüht. Nun geht es gegen eine Tierrechtlerin, die indessen bestreitet, irgend etwas auf ihrem Rechner verschlüsselt zu haben.
Sie sei rein technisch schon nicht fähig, ein Programm wie PGP zu bedienen, so die Beschuldigte. Verschlüsselter Content auf ihrer Festplatte stamme auf keinen Fall von ihr

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Alt 14. 11. 2007, 10:28 gullinews is offline Mit Zitat antworten #1
silanea
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Registrierungsdatum: Dec 2006
Beiträge: 755
Re: Großbritannien: Keywörter an die Polizei herausgeben, sonst....

Es empfiehlt sich, auch den zugrundeliegenden Artikel zum selben Thema bei The Register zu lesen. Möglicherweise handelt es sich nicht um eine Entschlüsselungsanweisung unter RIPA, sondern nur um eine "freundliche" Bitte um Aushändigung der Schlüssel. Die Aktivistin wurde vom Crown Prosecution Service angeschrieben, für den RIPA nicht gilt. In diesem Fall also abwarten und Tee trinken, bis nähere Informationen kommen.
Alt 14. 11. 2007, 11:05 silanea is offline Mit Zitat antworten #2
aloa5
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Registrierungsdatum: Feb 2007
Beiträge: 330
Re: Großbritannien: Keywörter an die Polizei herausgeben, sonst....

Na ja - ich gebe zu meine expliziten englisch-Kenntnisse lassen mich ab und an im Stich. Aber "has been ordered" ist etwas anderes als "has been asked" -- und "and she has been given 12 days to hand over a pass-phrase to unlock encrypted data held on the drive - or face the consequences." sieht mir nach einem Ultimatum mit explizitem Zeitlimit aus.

Wie kommst Du darauf silanea?
Alt 14. 11. 2007, 12:08 aloa5 is offline Mit Zitat antworten #3
wtfbbq
/b/
 
Benutzerbild von wtfbbq
 
Registrierungsdatum: Dec 2006
Ort: 4chan
Beiträge: 807
Re: Großbritannien: Keywörter an die Polizei herausgeben, sonst....

anscheind ist TERRORISMUS der begriff, mit dem man sich über jede verfassung, jedes gesetz, jede art von privatsphäre hinwegsetzen kann.

hey du bist terrorist! sag mir deine pin nummer!
Alt 14. 11. 2007, 13:17 wtfbbq is offline Mit Zitat antworten #4
fezak
Mitglied
 
Registrierungsdatum: Jan 2005
Beiträge: 10
Re: Großbritannien: Keywörter an die Polizei herausgeben, sonst....

In so einem Fall würde ich schlagartig alle PWs vergessen. So what?
Alt 14. 11. 2007, 14:06 fezak is offline Mit Zitat antworten #5
Geggeleroad666
Mitglied
 
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Registrierungsdatum: May 2007
Beiträge: 137
Re: Großbritannien: Keywörter an die Polizei herausgeben, sonst....

Und wie ist das denn mit diesen Versteckten Volumen ,also wenn man ihnen einfach nur das Pseudo-Passwort vom Leeren Volumen nennt ?
Damit würde sie ja offiziell der Anordnung Folge leisten ,oder nicht ?
Alt 14. 11. 2007, 14:24 Geggeleroad666 is offline Mit Zitat antworten #6
Bewa
Pädagogisch wertvoll!
 
Registrierungsdatum: Jun 2005
Beiträge: 987
Re: Großbritannien: Keywörter an die Polizei herausgeben, sonst....

Zitat:
Zitat von fezak 
In so einem Fall würde ich schlagartig alle PWs vergessen. So what?

Und gleich schon mal Zahnbürste und andere Dinge für die Haft zusammen packen.


Zur Frage, ob es sich um eine Bitte oder eine Anordnung handelt:
Zitat:
Zitat von theregister 
It's unclear if the woman was given an official Section 49 notice or simply "invited" to hand over the data voluntarily as part of a bluff by the authorities.

Richard Clayton, a security researcher at Cambridge University and long-time contributor to UK security policy working groups, said that only the police are authorised to issue Section 49 notices. "What seems to have happened is that the CPS (who couldn't issue a notice anyway) have written asking the person to volunteer their key," he adds.
Alt 14. 11. 2007, 14:27 Bewa is offline Mit Zitat antworten #7
Wandang
Kinetischer Warpol
 
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Re: Großbritannien: Keywörter an die Polizei herausgeben, sonst....

Zitat:
Zitat von Geggeleroad666 
Und wie ist das denn mit diesen Versteckten Volumen ,also wenn man ihnen einfach nur das Pseudo-Passwort vom Leeren Volumen nennt ?
Damit würde sie ja offiziell der Anordnung folge leisten ,oder nicht ?

und "beweisen", dass man wusste, dass man verschlüsselt hat, und fähig ist passwörter zu behalten und zu reproduzieren, falls erforderlich. das wäre ein schuss ins eigene bein
Alt 14. 11. 2007, 14:28 Wandang is offline Mit Zitat antworten #8
silanea
Stimme aus dem Off
 
Registrierungsdatum: Dec 2006
Beiträge: 755
Re: Großbritannien: Keywörter an die Polizei herausgeben, sonst....

Zitat:
Zitat von aloa5 
[...] "has been ordered" ist etwas anderes als "has been asked" [...]
Ich kann dich anweisen, mir dein Handy zuzuschicken. Musst du es tun? Nein. Die Polizei kann dich anweisen, jetzt sofort nackt auf der nächsten Wache zu erscheinen. Musst du es tun? Nein. Jeder kann irgendwelche Anweisungen geben. Die Frage ist, ob er es auf einer Rechtsgrundlage tut oder nicht. Und in diesem Fall sieht es für mich sehr danach aus, dass die "order" ohne Rechtsgrundlage erging und damit nicht mehr wert ist als ein "Bitte bitte gib uns deine Keys!".

Und die obligatorische Drohung mit nicht näher spezifizierten Konsequenzen sollte jede(r) von uns noch aus der Schule kennen.
Alt 14. 11. 2007, 14:52 silanea is offline Mit Zitat antworten #9
aloa5
Mitglied
 
Registrierungsdatum: Feb 2007
Beiträge: 330
Re: Großbritannien: Keywörter an die Polizei herausgeben, sonst....

Ich schätze es gibt demnächst eine TrueCrypt-Erweiterung welche das vergeben eines zweiten "Dummy-Passwortes" mit einem entsprechenden Container (wo es etwas Polizei-gerechtes zu finden gibt) erlaubt. Wahlweise mit Selbstzerstörungs-Mechanismus - d.h., das der eigentliche Inhalt durch das eingeben des zweiten Passwortes überschrieben wird.
Alt 14. 11. 2007, 15:33 aloa5 is offline Mit Zitat antworten #10
eh-klar
ist dagegen
 
Registrierungsdatum: Jun 2007
Beiträge: 148
Re: Großbritannien: Keywörter an die Polizei herausgeben, sonst....

Zitat:
Zitat von aloa5 
Ich schätze es gibt demnächst eine TrueCrypt-Erweiterung welche das vergeben eines zweiten "Dummy-Passwortes" mit einem entsprechenden Container (wo es etwas Polizei-gerechtes zu finden gibt) erlaubt.
Das gibt es bereits und nennt sich Hidden-Volume.
Alt 14. 11. 2007, 16:06 eh-klar is offline Mit Zitat antworten #11
tankard666
mit Glied
 
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Registrierungsdatum: Jun 2006
Beiträge: 498
Re: Großbritannien: Keywörter an die Polizei herausgeben, sonst....

tja für so eine nfall ist true crypt ideal... denn es gibt die möglichkeit einenn gecrypteten container in einem gecrypteten container zu erstellen ...
man kann nicht erkennen ob sich in dem container noc heiner befindet ... man kan n2 verschiedene pws vergeben eines für den äußeren beich einen für den eigentlichen verschlüsselten ...
so nun haut man einfach paar files in den äußeren rein und die eig geheimen dateien in den inneren... wenn jetzt die bullen kommen einfach das vom äußeren rausgeben wo aber nur legale dateien drin sind ....
es ist UNMÖGLICH zu erkennen ob es noch einen inneren container gibt ;-)
Alt 14. 11. 2007, 16:07 tankard666 is offline Mit Zitat antworten #12
Estonia
Mitglied
 
Registrierungsdatum: Oct 2006
Beiträge: 69
Re: Großbritannien: Keywörter an die Polizei herausgeben, sonst....

Najo wenn auf der Festplatte aber 300gb stehen und nach Öffnen des Hidden-Containers nur 100gb da sind, merkt man aber, dass da noch was sein muss, oder?
Ich mein wenn die prüfen, ob sie den Container mit 300gb Daten vollmachen können, kommen sie ja an die Grenzen, weil viele GB vom Hidden geschluckt werden.
Alt 14. 11. 2007, 16:15 Estonia is offline Mit Zitat antworten #13
NRN
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Registrierungsdatum: Dec 2004
Beiträge: 243
Re: Großbritannien: Keywörter an die Polizei herausgeben, sonst....

Remember, Remember the 14th of November!
Alt 14. 11. 2007, 16:24 NRN is offline Mit Zitat antworten #14
Atros Spender
Mitglied
 
Benutzerbild von Atros
 
Registrierungsdatum: May 2003
Beiträge: 222
Re: Großbritannien: Keywörter an die Polizei herausgeben, sonst....

Abgesehen jetzt von diesem speziellen Fall, aber das in England ein solches Gesetz überhaupt kam, war es bisher nicht immer so, das der Verdächtige nicht seine Unschuld sondern der Ankläger die Schuld beweisen mußte. Dieses ist der erste Schritt weg von dieser Grundregel und der zweite wird nicht lange auf sich warten lassen.
Alt 14. 11. 2007, 17:02 Atros is offline Mit Zitat antworten #15
ghazghkull
Mitglied
 
Registrierungsdatum: Aug 2005
Beiträge: 58
Re: Großbritannien: Keywörter an die Polizei herausgeben, sonst....

Zitat:
Zitat von NRN 
Remember, Remember the 14th of November!


sehr schön zitiert!!
Alt 14. 11. 2007, 17:06 ghazghkull is offline Mit Zitat antworten #16
Minuq
krasses Pferd
 
Registrierungsdatum: Aug 2007
Beiträge: 18
Re: Großbritannien: Keywörter an die Polizei herausgeben, sonst....

Zitat:
Zitat von Estonia 
Najo wenn auf der Festplatte aber 300gb stehen und nach Öffnen des Hidden-Containers nur 100gb da sind, merkt man aber, dass da noch was sein muss, oder?
Ich mein wenn die prüfen, ob sie den Container mit 300gb Daten vollmachen können, kommen sie ja an die Grenzen, weil viele GB vom Hidden geschluckt werden.
Wenn ich mich recht erinner erscheint selbst bei der Erstellung eines Hidden Device die Meldung, dass du aufpassen sollst, was und wie viel du auf dein Normal Device packst, da du sonst unter Umständen das Hidden Device überschreibst.
Demzufolge wird also das Hidden Device gnadenlos ignoriert, denn sonst könntest du ja, wie von dir beschrieben, herausfinden, dass es eins gibt. Genau dagegen sind ja Hidden Devices, sonst würde sich das ja nicht von einem normalen Unterscheiden. (Es sei denn, die Ermittler sind selbst zu doof z.b. ext3 Festplatten zu lesen, dann würden sie vll nichtmal auf die Idee kommen die Festplatte zu überprüfen..)
Alt 14. 11. 2007, 17:49 Minuq is offline Mit Zitat antworten #17
.:ADI:.
-inaktiv-
 
Registrierungsdatum: May 2006
Beiträge: 162
Re: Großbritannien: Keywörter an die Polizei herausgeben, sonst....

Mal im Umkehrschluss:
Wenn ich meinem Nachbarn einen Cryptocontainer irgendwo erstelle, wo er nicht nachschaut (meinetwegen C:\Windows\System32\Driver\asdf.sys) und ihn anzeige, wird er dann verknackt, weil er das Passwort nicht herausgeben kann?
Und ab wann lohnt es sich, die Herausgabe des Passworts zu verweigern?
Alt 14. 11. 2007, 19:04 .:ADI:. is offline Mit Zitat antworten #18
Dark Rebel
Wahnsinniger
 
Benutzerbild von Dark Rebel
 
Registrierungsdatum: Jan 2004
Ort: oben, bei Mutti
Beiträge: 504
Re: Großbritannien: Keywörter an die Polizei herausgeben, sonst....

OMG, wenn ichs WIRKLICH vergessen habe?

oooooooh man...... -.-

kein Kommentar......
Alt 14. 11. 2007, 19:09 Dark Rebel is offline Mit Zitat antworten #19
abflussrohr
...hat grad kaum Zeit
 
Benutzerbild von abflussrohr
 
Registrierungsdatum: Apr 2007
Beiträge: 1.423
Re: Großbritannien: Keywörter an die Polizei herausgeben, sonst....

Zitat:
Zitat von Estonia 
Najo wenn auf der Festplatte aber 300gb stehen und nach Öffnen des Hidden-Containers nur 100gb da sind, merkt man aber, dass da noch was sein muss, oder?
Machst du deine Festplatten immer bis zum Rand voll? Ok, schlechtes Beispiel

Hidden-Volumes sind nicht vom leeren Bereich eines TC-Containers zu unterscheiden, da die freien Daten mit Zufallszahlen überschrieben werden.
Alt 14. 11. 2007, 19:25 abflussrohr is offline Mit Zitat antworten #20
TonyMontana187
Бра&#10
 
Registrierungsdatum: Oct 2007
Beiträge: 112
Re: Großbritannien: Keywörter an die Polizei herausgeben, sonst....

Also ich würde überhaupt gar keine Passwörter herausgeben.Das geht ja niemanden was an , außerdem kann ich ja das Passwort rein zufällig vergessen haben
Alt 14. 11. 2007, 19:37 TonyMontana187 is offline Mit Zitat antworten #21
fabdn
Gulli:Bewohner
 
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Registrierungsdatum: Sep 2005
Beiträge: 1.220
Re: Großbritannien: Keywörter an die Polizei herausgeben, sonst....

Ich kann ja verstehen wenn moderne Verschlüsselung der Polizeiarbeit im Weg steht. Aber: Solche abstrusen Gesetzte, die sich nicht im Sinne der Menschenrechte umsetzen lassen, sind bestimmt nicht gerechtfertigt.
Alt 14. 11. 2007, 22:26 fabdn is offline Mit Zitat antworten #22
ludwighagen
Raubhörer + Laubsortierer
 
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Ort: Befreiungsfront
Beiträge: 2.937
Re: Großbritannien: Keywörter an die Polizei herausgeben, sonst....

Und wenn man nun eine KOMPLETTE Festplatte z. B. mit SecurStar oder TrueCrypt verschlüsselt, wie sollte man beweisen dass die Platte nicht einfach neu, oder formatiert, oder defekt ist?
Alt 14. 11. 2007, 22:31 ludwighagen is offline Mit Zitat antworten #23
robotangel
Troll
 
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Ort: Im Keller
Beiträge: 247
Re: Großbritannien: Keywörter an die Polizei herausgeben, sonst....

Gar nicht. Still bei dir selbst "Arschlecken" denken und die Forensik den Scheiß-Job erledigen lassen. Das kann dauern. Viele, viele, viele Jahre. Je nachdem natürlich, ob du wirklich was gemacht hast oder nicht und welche Strafe du zu erwarten hättest würde ich mich zwischen "vergessen" und dem "Hidden Volume" entscheiden. Hoffentlich muss ich das nicht.

... vielleicht kommen ja die Dinosaurier in der Zwischenzeit mal wieder zurück, man weiß ja nie...
Alt 14. 11. 2007, 23:08 robotangel is offline Mit Zitat antworten #24
e_c
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Beiträge: 410
Re: Großbritannien: Keywörter an die Polizei herausgeben, sonst....

Also wie ist das jetzt genau ?
Man kann in England dazu gezwungen werden seinen Key rauszugeben/Password ?

Wie ist das eigentlich in den USA ?
Alt 15. 11. 2007, 00:35 e_c is offline Mit Zitat antworten #25
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