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23. 11. 2007, 21:51 #1
Autor von GnuPG im Gespräch: Werner Koch vom FSFE zu alternativen Betriebssystemen
Über die Fernsehbildschirme der Nation flimmern seit ein paar Monaten landauf landab Beiträge zu Themen wie Online-Durchsuchung, Bundestrojaner, Vorratsdatenspeicherung oder Hackerparagrafen. Selbst Laien begreifen, die Rechtslage von uns allen befindet sich in einem drastischen Umbruch. Sichtbar ist ein Trend, der eindeutig in Richtung mehr Kontrolle von oben und weniger Schutz für die Normalsterblichen hier unten geht. Wie unser Leben konkret in fünf oder zehn Jahren aussehen wird, ist schwer absehbar. Der Rheinländer Werner Koch kämpft seit vielen Jahren als Programmierer der Verschlüsselungssoftware GnuPG (PG = Privacy Guard) an vorderster Front, wenn es darum geht die uneingeschränkte Privatsphäre der Menschen sicherzustellen. Er ist darüber hinaus eines der Gründungsmitglieder der Free Software Foundation Europe (FSFE) und beruflich wie privat aktiv im Bereich der Freien Software tätig.
Wir wollten von ihm wissen, wie es aktuell um unseren Datenschutz bestellt ist. Interessant erschien uns auch seine Argumentation warum bis heute die meisten PC-Anwender Windows einem Freien wie auch kostenlosen Betriebssystem vorziehen ... weiterlesen
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23. 11. 2007, 21:56 #2Chefredakteur
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Re: Autor von GnuPG im Gespräch: Werner Koch vom FSFE zu alternativen Betriebssysteme
Korrupt: Danke fürs bugFixen!
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23. 11. 2007, 23:37 #3Mitglied
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Re: Autor von GnuPG im Gespräch: Werner Koch vom FSFE zu alternativen Betriebssysteme
Also das ist wirklich ein sehr interessantes Interview, danke dafür. Je länger ich mich mit der Materie beschäftige, desto mehr wird mir klar, daß ein wechsel auf freie software mittelfristig unausweichlich sein wird, wenn man den enger werdenden Ketten entkommen will, die gerade gelegt werden.
Ein Aspekt, der vielleicht noch in die Diskussion eingeführt werden sollte, sind die Spieler. Ich glaube, daß einer der größten Gründe für die Vorherrschaft von Windows etc. darin liegt, daß es für Spieler die einzige vernünftige Wahl ist, und da die Spieleentwicklung ja auch die Entwicklung der Computertechnik an sich vorantreibt, ist das ein sehr wichtiger Faktor.
Wenn es eine praktikable Spiele-Lösung für Linux gäbe, würde zumindest ich mich viel ernsthafter mit einem Wechsel beschäftigen.
Und Ihr habt Recht, Linux wirkt auf einen an Windows Gewöhnten sehr abschreckend.
Viele Grüße
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24. 11. 2007, 10:19 #4
Re: Autor von GnuPG im Gespräch: Werner Koch vom FSFE zu alternativen Betriebssysteme
@derroterabe
Ich habe Windows Vista - bei mir im Regal stehen. Es gab mal eine Zeit da gab es XP & Vista zusammen für einen zusätzlichen Beitrag. Vista wird wegen der häufigen Gültigkeitsprüfung nie den Weg auf mein PC finden. Kubuntu ist aber schon auf meiner Festplatte. Wenn ich mir jetzt eine neue Soundkarte besorgt habe, werde ich dann auch überwiegend Linux benutzen.
Wegen der nervigen patches und Fehlersuche, werde ich ich alsbald auch das spielen auf PC aufgeben und mir lieber eine Spielkonsole zulegen. So braucht man beim PC auch keine High End Hardware mehr.
GnuPGP ist auf mein PC einsatzbereit, leider gibt es zur Zeit keine Bekannte die dies auch nutzen. Somit ist GnuPGP z.Z. noch nutzlos.
Auch TrueCrypt ist auf meinem PC einsatzfähig. All dies dank der Aufklärung und Unterstützung von --gulli--. Deshalb mein Dank an gulli und macht weiter so, es ist wichtig was ihr hier macht!
Um sicher Recht zu tun, braucht man sehr wenig vom Recht zu wissen. Allein um sicher Unrecht zu tun, muß man die Rechte studiert haben.
Georg Christoph Lichtenberg
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24. 11. 2007, 11:57 #5
Re: Autor von GnuPG im Gespräch: Werner Koch vom FSFE zu alternativen Betriebssysteme
Ich finde das Interview auch sehr lehrreich, werd aber wegen meiner Spielleidenschatf eher bei Windoof bleiben.
Was mich leicht irritiert hat war der Einleitesatz am Anfang...Ich habe im Fernsehen noch keinen Beitrag (außer Tagesschau) zum Thema Privatsphäre im Internet gesehen.
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24. 11. 2007, 12:47 #6
Re: Autor von GnuPG im Gespräch: Werner Koch vom FSFE zu alternativen Betriebssysteme
Ich benutze GnuPG schon seit vielen Jahren. Tatsache ist, dass die meisten nicht einmal wissen, dass es solche Software zum verschlüsseln der Daten bzw. der Mails, überhaupt gibt. Wenn ich meine Mails also an jemanden verschicke, dann signiere ich diese meistens mit meinem Private-Key. Meistens kommen dann solche Rückfragen wie "Was sind das eigentlich immer für komische Zeichen in deinen Mails?". Das ist der perfekte Ansatz für ein Aufklärungsgespräch.
Dadurch habe ich es geschafft, mindestens 10 Menschen dazu anzuregen ebenso GnuPG zum verschlüsseln ihrer Mails einzusetzen und weitaus mehr Menschen über ihre Datensicherheit nachzudenken.
Spaßeshalber haben wir vorletzten Sommer ein kleines Portal für unsere Lerngruppe gecoded. Das Prinzip ist, dass die Mitglieder ihre Public-Keys angeben müssen, demnach wir jede News und jeder Anhang für jeden einzelnen Mitglied der Lerngruppe jeweils mit seinem/ihrem eigenen Public-Key verschlüsselt und zur Verfügung gestellt.
Leider ist diese Sache etwas Resourcenfressend (n-mal verschlüsseln, n-mal News und Anhand in der DB abspeichern), aber ich könnte mir vorstellen, dass es produktiven Einsatz sehr wohl finden könnte.
MfG
m00h"Linux ist kostenlos, wenn Deine Zeit wertlos ist."
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