Der Geschäftsmann Earl Brooks führt ein scheinbar normales Leben. Er ist ein erfolgreicher und geachteter Bürger, verheiratet mit Emma, ihre gemeinsame Tochter Jane geht aufs College.
Brooks besitzt jedoch ein dunkles Geheimnis: Er hat eine gespaltene Persönlichkeit, die ihn zu einem brutalen Serienmörder macht. Durch die Besuche der Treffen der Anonymen Alkoholiker konnte er zwei Jahre lang sein Problem in den Griff bekommen. Eines Tages jedoch kommt sein Alter Ego Marshall zurück und begeht einen Doppelmord an einem Paar, das er vorher kurz beim Sex beobachtete. Er macht einen Fehler, was die Polizistin Tracy Atwood auf Earl Brooks Spur bringt.
Schauspieler:
Kevin Costner
Demi Moore
Persönliche Meinung:
Ich hab mir den Film erst vor kurzem "gegeben" und bin relativ positiv überrascht! Nachdem Kevin Costner der Leinwand in ernsten Rollen relativ lange fehlte ist er nun mit einem absoluten Top Thriller zurück! Gefällt mir wirklich sehr gut...
Allerdings gibt mir der Film auch sehr zu denken - meint ihr das ist bei anderen Mördern ähnlich wie bei Mr. Brooks? Sprich - von außen der nette Mensch aber im inneren getrieben von der Sucht zu töten! Ich könnte mir das durchaus vorstellen und das ganze macht einem schon Angst!
Was ich nicht ganz kapiere ist, nach welchem Typ Mr. Brooks sich seine Opfer aussucht - ich meine scheinbar kann er ja klar denken (sonst wäre seine Firma nicht so erfolgreich und er würde die Morde nicht so perfekt planen) also warum bringt er z.B. dieses Paar am Anfang des Films um? Warum nicht einfach irgendwelche Penner, davon gibts in Amerika ja mehr als genug und es wäre auch viel einfacher - aber wahrscheinlich - so meine Vermutung - wäre das Mr. Brooks zu einfach und er würde diesen "Kick" beim töten nicht verspüren...
Na ja - alles in allem ein 1A Thriller mit einem großartigen Kevin Costner!
Was haltet ihr vom Film und speziell von dieser im Film thematisierten "Sucht zu töten" ?
Dieses Element gefällt mir überhaupt nicht. Seit wann gibt es ein Mörder-Gen? Tut der Spannung des Filmes aber keinen Abbruch.
Was mich aber wirklich störte war das Ende. Hat vieles versaut.
Spoiler:
Warum musste unbedingt eine Traumsequenz daraus werden? Der Film hätte ruhig mit seinem Tod enden dürfen.
Das war bestimmt wieder irgendwelchen Test-Veranstaltungen zu verdanken.
Ja, da muss ich dir 100% ig Recht geben!
Spoiler:
Ich war nach dem Ende total geflasht und verblüfft aber als man dann gesehen hat das es nur ein Traum war dacht ich mir nur...öh wie öde - an der Stelle des Regisseurs hätte ich es damit enden lassen! Das war einfach ein perfektes Ende...dieses unnötige Traum/Aufwachen und zu Gott labern Zeug hätte absolut nicht sein müssen!
EDIT: Mir ist grad noch was eingefallen - vielleicht hat es ja einen speziellen Grund warum der Film so endet das er Aufwacht und alles nur ein Traum wahr! Und zwar den Grund das er halt sich die ganze Zeit nur einredet das seine Tocher auch "so was hat" also so eine Sucht zu töten! Wie kuxxx schon sagte - eigentlich absoluter Schwachsinn das ein "Mördergen" vererbt wird bzw. überhaupt existiert. Daher könnte ich mir sehr gut vorstellen das sich Mr. Brooks bzw. sein Alter Ego Marshall sich nur einreden das seine Tocher sowas auch hat nachdem ZUFÄLLIG in ihrem Studentenheim jemand ermordet wurde. Für Brooks immerhin wieder eine Chance einen weiteren Mord zu begehen um seine eventuell schuldige Tocher zu retten. Sehr interessant also wenn ich so drüber nachdenke endet der Film schon richtig...würde er direkt nach der Attacke enden wäre halt davon auszugehen das seine Tocher tatsächlich jemanden ermordet hat und diese Mord Sucht auch hat - so kann man nur raten!
Dieses Element gefällt mir überhaupt nicht. Seit wann gibt es ein Mörder-Gen? Tut der Spannung des Filmes aber keinen Abbruch.
Ich denke, er meinte damit eher seine Persönlichkeitsstörung, als eine der Ursachen seines "kleinen Problems"...
Zur Traumsequenz:
Spoiler:
Da werden mir wohl einige widersprechen - aber in meinen Augen war die Tatsache, dass es nur ein Traum war, wesentlich schlüssiger als wenn der Film so geendet hätte! Denn es wurde schließlich nie mit Sicherheit geklärt, ob seine Tochter wirklich den Mord begangen hat. Vielleicht deckt sie auch "nur" den wahren Mörder.
Und selbst wenn sie den Mord begangen hat: seine Vermutung, sie würde (genau wie er) das Morden genießen, wurde nie bestätigt. Mr. Brooks glaubt aber fest daran, dass er 100%ig recht hat. Er glaubt, dass seine Tochter genau wie er ist - und das zeigt sich halt in dem Traum: seine Tochter sieht (regelrecht neugierig und fasziniert) zu, wie er verblutet. Meiner Meinung nach fast schon ein offenes Ende... denn es stellt sich die Frage, was er dabei empfunden hat und wie er damit umgehen wird.
Allerdings gibt mir der Film auch sehr zu denken - meint ihr das ist bei anderen Mördern ähnlich wie bei Mr. Brooks? Sprich - von außen der nette Mensch aber im inneren getrieben von der Sucht zu töten! Ich könnte mir das durchaus vorstellen und das ganze macht einem schon Angst!
Was ich nicht ganz kapiere ist, nach welchem Typ Mr. Brooks sich seine Opfer aussucht - ich meine scheinbar kann er ja klar denken (sonst wäre seine Firma nicht so erfolgreich und er würde die Morde nicht so perfekt planen) also warum bringt er z.B. dieses Paar am Anfang des Films um? Warum nicht einfach irgendwelche Penner, davon gibts in Amerika ja mehr als genug und es wäre auch viel einfacher - aber wahrscheinlich - so meine Vermutung - wäre das Mr. Brooks zu einfach und er würde diesen "Kick" beim töten nicht verspüren...
Na ja - alles in allem ein 1A Thriller mit einem großartigen Kevin Costner!
Was haltet ihr vom Film und speziell von dieser im Film thematisierten "Sucht zu töten" ?
Würde er "irgendwelche Penner" umbringen, würde der Film zu stark an American Psycho erinnern... Wieso macht dir das Angst? Wenn es so sein sollte, kannst du eh nichts dran ändern >.<
Spoiler:
Bevor sich die Schlussszene als Traumsequenz herausgestellt hat, hab ich mich gefragt, wieso die Tochter den selben Fehler noch mal begeht... Ihren Vater mit ner Schere bei ihm zu Hause umzubringen, ist klar...
Denke schon, dass die Tochter den Typen umgebracht hat, aufgrund der vielen Indizien(ihre Reaktion auf die Fragen ihrer Eltern, blass, Lügen über ihren Wagen etc(wenn geklaut, dann hätte sie das auch direkt sagen können) ).
Finde seine Reaktion auf sein selbsterdachtes "Killer-Gen" auch eher unpassend... bzw ziemlich strange...
die Szene auf dem Friedhof hat mir gut gefallen, darum ist "The Usual Suspects" auch mein Lieblingsfilm...
Was die Reaktion der Polizistin auf seinen Anruf angeht, fand ich die unpassend/überzogen, hätte mMn nicht reingemusst... N bischen konstruiert fand ich, dass der Stewardess(scheinbar glücklich liiert) von seinem Nachbarn aus der Wohnung untendrunter von irgendwelchen Voyeur-Sex-Fotos erzählt bekommt... besonders in Amerika halte ich das für eher unwahrscheinlich...
Naja, fand den Film insgesamt aber ganz gut, aufgrund kleiner Schwächen aber nur 7/10
Und zum Mord-Gen:
So verrückt finde ich das gar nicht. In ner "Welt der Wunder" (habe ich auch daheim die Ausgabe) Ausgabe wurde auch mal darüber berichtet, dass Killer (ging da v. a. um Serienkiller wie den BTK-Killer usw.) eine andere Sichtweise haben. Also sowas wie einen Defekt im Hirn, da sie eben Gewalt usw. nicht so sehen (keine Reaktion im Gehirn), wie wir "normale" Menschen (wer weiß, vielleicht sind wir ja die Verrückten, und die haben Recht ).
Das ganze könnte durchaus (allerdings bin ich mir nicht sicher, ob das auch im Bericht so stand) übertragbar sein, wie andere Eigenschaften.
Ob es jetzt ein explizites Gen dafür gibt, ich hoffe es nicht, aber eine Art Gen-Kombi, oder zumindest die Möglichkeit, dass man Gewalt etc. als harmlos empfindet, und diese Sicht übertragbar ist (deswegen muss man ja nicht umbedingt töten), halte ich für gar nicht mal so verkehrt.
Oder das man sich dazu "bringen kann" Gewalt als Kick zu brauchen, was zwar nicht übertragbar wäre, aber erlernbar, halte ich auch nicht mal für so unwahrscheinlich.
Ich schreib's mal besser komplett mit Spoiler-Tags...
Spoiler:
Ich finde, hier wird sich zu sehr auf das "Killer-Gen" konzentriert. Ich meine: mal ernsthaft - es kommt bestimmt unzählige Male tagtäglich auf der ganzen Welt vor, das ein Jugendlicher bzw. eine Jugendliche Mist baut, den Mama und/oder Papa Jahre zuvor genauso oder so ähnlich gebaut haben/hat. Und da ist's nunmal oft so, dass die Eltern auch den Fehler bei sich suchen - sei es in Bezug auf die Erziehung oder auch die Genetik (man kennt ja solche gegenseitigen Anschuldigungen a la "Das hat sie/er von dir!"... auch wenn's in mindestens 95% aller Fälle mal gar keine wissenschaftliche Grundlage dafür gibt ).
Und genau deshalb ist mir diese Bemerkung von Mr. Brooks auch überhaupt nicht negativ aufgefallen. Schließlich ist er (trotz alledem) auch ein besorgter Vater. Es ist daher wirklich naheliegend, dass er (nachdem er festellt, dass seine Tochter offenbar eine Mörderin ist) auf sich als Ursache schließt. Ja, es kommt ihm nicht mal in den Sinn, dass seine Tochter ein anderes Mord-Motiv haben könnte, als er bei seinen Morden. Er denkt halt einfach: "Ich weiß, dass ich krank bin - ich bin Mörder und genieße es. Und meine Tochter ist eine Mörderin - und damit offensichtlich genauso krank. Das muß sie von mir haben!" Und das find ich halt von seinem Standpunkt aus völlig plausibel (auch wenn's nunmal wissenschaftlich nicht unbedingt haltbar ist)...
Fand den Film alles in allem auch gut. Nur Demi Moore hat mir als Polizistin überhaupt nicht gefallen. Ich finde Frau Moore ist einfach eine schlechte Schauspielerin. Sowieso fand ich den ganzen Handlungsstrang um ihre Person völlig überflüßig. Was interessiert mich ihre dämliche Scheidung? Das hätte der Film eigentlich nicht nötig gehabt.
Sehr gut gefallen hat mir dagegen die Idee mit William Hurt als Marshall, die Gedankenwelt des Killers sichtbar zu machen. Perfekt um zu zeigen, was im Kopf von Mr. Brooks eigentlich so abgeht.
also ich war gestern drin und muss sagen das ich den Film recht gut fand. Sehr gute Story und auch recht gut gespielt. Kenne Kevin Costner in so ner Rolle gar nicht... Aber irgendwie denke ich das bei dem Ende noch was kommt... Vielleicht Ms. Brooks wo seine Tochter dann mal auf den Putz haut. Man wird's sehen! ^^
Mh, bezüglich Killer-Gen kann ich an dieser Stelle auch unbedingt mal die TV-Serie Dexter empfehlen - lange hat mich nichts mehr dermaßen gefesselt. Die erste Staffel hat mir sehr gut gefallen, die 2. ist imo auch sehenswert, wenn auch nicht ganz so gut wie die erste . Aber falls jemanden die Thematik besonders interessiert, anschauen
Hab mir gerade den Film auf Premiere angesehen und muss sagen, dass er einer der besten Filme war die ich bisher gesehen habe. Leider bleiben mir in diesem Film aber zwei Fragen unbeantwortet. (siehe unten)
Costner ist zwar nicht der Typ Schauspieler, den man die Rolle eines psychopathischen Killers unbedingt zumutet (mag wohl daran liegen, dass ich immer an vergangene Filme mit ihm denken musste ;Waterworld;Der mit dem Wolf tanzt;Robin Hood), aber ich find die Idee klasse sein AlterEgo derart in den Film mit einzubeziehn ("Der Maschinist"-like).
Mr.Smith spielt aber seine Rolle in diesem Thriller am glaubwürdigsten meiner Meinung nach.
Zu den unbeantwortenden Fragen zurückkehrend:
1. Mit wem dachte die Polizistin zuerst zu telefonieren?
(als Costner am Hochhaus steht)
2. Warum wurde Mr.Smith als "Fingerabdruck-Mörder" profiliert?
Dessen Leiche wurde doch verbuddelt und angenommen man hat seinen Leichnam ausgegraben, wäre es doch an Hand der durchtrennten Kehle offensichtlich, dass er selbst umgebracht worden sei und deshalb als Serienkiller wohl nicht in Frage kommt?
Hoffe mir kann jemand Klarheit bringen.
Ansonsten ein echt geiler Film, nur das Ende hätte nicht so lang sein sollen (bei der Szene mit seiner Tochter hätte ich mir gewünscht bereits die Credits zu sehen)