Also ich weiß nicht, ob sich hier um die uhrzeit noch jemand hin verirrt, dennoch schildere ich mal meine Situation:
Erstmal ich bin 19.
Mit ca. 16 habe ich angefangen Drogen zu nehmen. Erst kiffen und später Ziehen und Teile (wie das halt eben so abläuft).
Nunja kurz zu meiner "Lebensgeschichte": irgendwann habe ich dann mal mit den Drogen aufgehört (17!?). Depressiv war ich sowieso schon so weit ich zurückdenken kann. nungut. Irgendwann (zu der Zeit war ich Clean) war ich so depressiv, dass ich keinen Sinn mehr in meinem Leben gesehen habe und mich umbringen wollte.
Durch verschiedenen umstände haben mich die Bullen dann davor bewahrt. Als ich auf der Polizeistation war sprach ich kurz mit dem Psychologen und der sagte mir dann, dass ich entweder freiwillig in die Klapse gehen kann, oder per gerichtsbeschluss, was aber eine mindestens 4 wöchigen aufenthalt bedeutet hätte. Ich bin dann freiwillig gegangen.
In der Zeit wo ich in der Klapse war ging es mir so gut wie fast nie in meinem Leben. Dort lernte ich auch meine damalige Freundin kennen. Soweit alles klar. Aus irgendeinem Grund habe ich damals dann wieder mit drogen angefangen.
Lange rede kurzer Sinn: Die Beziehung ist nach ca. 11 Monaten zerbrochen (nicht nur wegen den Drogen) weil sie zu sehr geklammert hat und ich damit nicht klar gekommen bin. Nachdem schluss war gings mir so beschissen, das ich ca. 1 Monat das haus nurnoch für das wichtigste und die arbeit verlassen habe, was auch bedeutet, dass ich mit den Drogen aufgehört hatten.
Nach dem Monat ging es mir wieder besser und ich habe dann auch wieder mit drogen angefangen, bis ich meine jetzige Freundin kennen gelernt habe, welche mir den Konsum Verbat.
Jetzt zum eigentlichen Problem: Nun zieht mich wieder einiges zu den drogen hin (sind jetzt ca. 6 monate zusammen). Dieses Phänomen erkläre ich mir dadurch, dass ich schon seit einigen jahren denke, dass ich Masochst bin (die "Sympthome" passen, habe es aber nicht von einem Psychologen untersuchen lassen).
Nungut irgendetwas hat mich heute dazu veranlasst einen Joint zu rauchen mit bekannten, was meine Freundin im nachhinein gemerkt hat (ok eigene dummheit). Sie hat mir jetzt eine Frist bis morgen mittag gesetzt. Bis dahin soll ich mir überlegt haben, was mir wichtiger ist.
Dort liegt mein Problem: Mit ihr bin ich zwar oberflächlich glücklich, aber in mir brennt ein verlangen, dass mich zu den Drogen zieht. Andersrum würde ich wenn ich mich für die Drogen entscheide irgendwie so fühlen, dass mir etwas fehlt.
Eine Aussage die meine Situation bestens Beschreibt: "Wenn du tot bist und die Wahl hat zwichen Himmel und Hölle. Was würdest du nehmen?
den Himmel: In dem dein gesamtes verlangen befriedigt wird, in dem dich aber die sehnsucht quält,
oder die Hölle: In der deine sehnsucht endlich erlischt, du aber endlose qualen erleiden musst.
Nunja. Soweit lasse ich das erstmal stehen. Wenn mir jemand einen Guten Rat geben kann wäre ich sehr dankbar.
Hmmm, ob das ein guter Rat ist, ist zweifelhaft, weil ich noch nie in deiner Situation war udn mich deswegen auch schwer hineinversetzen kann, aber ich wuerde mir nochmal nen Arzt fuer krallen. Was du mit dem selbstquaelerischen Verhalten beschreibst, zeigt ja, dass du mit dir selber novch nicht so ganz im Reinen bist... damit hat deine Schnalle eigentlich wenig zu tun.Aber du siehst ja mehr oder minder selber, dass es schwierig wird, wenn du wieder ernstlich mit dem Kram anfaengst (bin an sich kein absoluter Grasgegner, aber zuviel davon macht so wie bei jedem Ding kaputt, das haste selbst mit Erdbeeren ;p). Kurz und gut: ich wuerde nochmal ueber eine Therapie nachdenken.
Was du wegen deiner Freundin tust, steht auf einem anderen blatt. ich finde es gut, dass sie sich Sorgen um dich macht, aber uebergluecklich scheinst du auch nicht echt mit ihr zu sein.
Eine Aussage die meine Situation bestens Beschreibt: "Wenn du tot bist und die Wahl hat zwichen Himmel und Hölle. Was würdest du nehmen?
den Himmel: In dem dein gesamtes verlangen befriedigt wird, in dem dich aber die sehnsucht quält,
oder die Hölle: In der deine sehnsucht endlich erlischt, du aber endlose qualen erleiden musst.
Das ist nicht ganz richtig.
Himmel:
Wenn das gesamte Verlangen befriedigt ist, kann keine Sehnsucht mehr vorhanden sein, da Sehnsucht sich ja nur aus unerfülltem Verlangen nährt.
Wenn das gesamte Verlangen befriedigt ist, kann es höchstens zu Depressionen kommen, weil man kein Ziel mehr fühlt, für das man sich anstrengen kann, keinen Widerstand mehr, den es Spaß macht zu beseitigen.
Hölle:
Gerade die Hölle definiert sich durch Sehnsucht - und ein nie erreichbares Ziel. Und gerade das ist die endlose Qual. Erinnere Dich an die Sage des Tantalus:
Spoiler:
Er ward in den Tartarus verstossen und musste dort im Wasser bis an das Kinn stehen, umschattet von einem Baum mit den köstlichsten Früchten, doch immerfort Hunger und Durst leidend, weil Speise und Trank vor seinen Lippen floh, so wie er einen Versuch machte sie zu erlangen.
„Auch den Tantalos sah ich, mit schweren Qualen belastet.
Mitten im Teiche stand er, den Kinn von der Welle bespület,
Lechzte hinab vor Durst, und konnte zum Trinken nicht kommen.
Denn so oft sich der Greis hinbückte, die Zunge zu kühlen;
Schwand das versiegende Wasser hinweg, und rings um die Füße
Zeigte sich schwarzer Sand, getrocknet vom feindlichen Dämon.
Fruchtbare Bäume neigten um seine Scheitel die Zweige,
Voll balsamischer Birnen, Granaten und grüner Oliven,
Oder voll süßer Feigen und rötlichgesprenkelter Äpfel.
Aber sobald sich der Greis aufreckte, der Früchte zu pflücken;
Wirbelte plötzlich der Sturm sie empor zu den schattigen Wolken.“
(Homer)
DAS ist die Hölle.
Der "Himmel" ist einfach ein ganz normales Leben, indem man genug erreicht, um zumindest zufrieden zu sein. Die Buddhisten meinen, echtes Glück sei eigentlich nur durch Wunschlosigkeit und Bescheidenheit, Demut zu erreichen, die eine innere Leere schaffen, die wiederum mit allem erfüllt werden kann.
Ich glaube, dass sich in einer Neigung zu Drogen oft eine Sehnsucht nach etwas widerspiegelt, dass man im Leben eigentlich nicht erreichen kann, allenfalls durch Selbstzerstörung, etwas irreales. Drogen sind nichts als leere Versprechungen.
Zwei Dinge machen, vor allen anderen, glücklich:
Bescheidenheit und Maß. Askese und Diät lassen den trockensten Zwiback wie Kuchen schmecken.
Leistung. Wenn man für etwas eine fühlbare Anstrengung tun muss. Dinge, die man sich verdient, schmecken am besten, machen am längsten Freude, halten am längsten und dauerhaftesten.
Drogen können einen keins von beiden bieten, im Gegenteil, sie versuchen diesen Weg doch zu umgehen und rufen auf zu Maßlosigkeit und (Schein-)Belohnung ohne Leistung. Der gesunde Menschenverstand sagt, dass das auf Dauer niemals glücklich machen kann, noch gesund sein kann.
Aber soviel nur mal eben zu meinen persönlichen Gedanken, helfen kann ich Dir natürlich auch nicht.
Du solltest Dir auf jeden Fall sofort professionelle Hilfe suchen, eine ordentliche Therapie bzw. psychologische Begleitung, Dir und Deiner Freundin, und allem zuliebe das Du zwischenzeitlich in Deinem Leben erreicht hast (sie zum Beispiel) und sonst wieder verlieren und Dir zerstören würdest.
jo peschi entscheide dich für die Freundin!
War mal richtig heftiger Kiffer
Meine Ex hatte mich dann auch vor die Wahl gestellt
Sie oder Graß
Hab mich dann für sie entschieden, und ich denke im Nachhinein war es auf jedenfall!
die richtige entscheidung!
Klar ziehsts mich auch noch ab und zu, zu Graß und sowas...
Aber ich konsumiere es jetzt nurnoch sehr selten als Genußmittel, um die Gelüste zu befriedigen.
Du schaffst das schon Peschi!
Nach einer langen Kifferkarriere meinerseits kann ich dir nur sagen , daß Maria Juana
einen doch schon emotional einschränkt.
Du bist quasi nicht mehr du Selbst.
Nach einem anfänglichen
Ich-könnte -die- ganze -Welt-umarmen -Gefühl kommt bald das
Ihr -könnt-mich-auch-alle-mal-gernhaben-Gefühl
Beziehungen zu Frauen können dann schon mal oberflächlich glücklich wirken.
Mein Rat an Dich wäre mach mit Maria Juana Schluß(egal wie sie im Hinterkopf herumquengelt)und konzentrier Dich auf die Realität und deine wahren Gefühle.
Was willst du dir durch den Kopf gehen lassen? Die Frage ist doch nicht, ob du da eine Wahl hast, sondern wie du aus diesem Dilemma wieder herauskommst. Es ist eine irrtümliche Vorstellung, daß man diese Drogen noch braucht, bzw. emotional an gewisse Substanzen gebunden ist. Ein gewisses Rest-Suchtpotential ist sicherlich noch vorhanden, denn man erinnert sich noch an diese kurzen euphorischen Zustände, die man dadurch erlangt hat.
Rede offen mit deiner Freundin darüber, versuche ihr zu erklären, in was für einem Dilemma du gerade steckst und lasse dir professionell helfen, wenn du es nicht alleine schaffst. Deine Freundin merkt eh, daß irgendwas mit dir nicht in Ordnung ist, beziehe sie ruhig mit ein in diese Behandlung.
Ich drücke dir die Daumen, daß du dem Verlangen widerstehen kannst und hoffe, daß deine Freundin genug Verständnis aufweist um dir in dieser scwierigen Situation zu helfen.
Du brauchst wirklich professionelle Hilfe. Wenn ich das so lese habe ich nicht das Gefühl, als wenn du das selbst in den Griff kriegst und die Verbote deiner Freundin bringen dich da auch nicht weiter!!