-
16. 12. 2007, 13:34 #1
Computerspiele: Diplomarbeit zur moralischen und ethischen Wahrnehmung der Spieler
Fakten und Forschung tun in der aufgeheizten Diskussion um Compoterspiele und ihre Wirkung auf die Gamer dringend not: die Diskussion um "Killerspiele" und Konsorten wird in Deutschland weitgehend kenntnisfrei und emotional geführt - üblicherweise zwischen Politik und Medienwirkungsforschung, wenn letztere überhaupt beteiligt sind. Die Spieler kommen in den seltensten Fällen zu Wort. Abhilfe schafft Oliver Klopfer mit einer Diplomarbeit zum Thema. Fazit: die Gamer müssen in die Debatte mit einbezogen werden. Vorbildlich: Klopfer bezieht sie mit ein.
Kurz gefasst: Klopfer fragt, inwieweit die Gamer selbst überhaupt an der Debatte über Computerspiele beteiligt werden und kommt wenig überraschend zum Ergebnis, dass sie es einerseits nicht sind, darüber hinaus auch ein großes Interesse besteht, sie mit einzubeziehen. Ein Fazit: um ihre Interessensvertretung müssen sich die Spieler selbst kümmern. Ansätze sind vorhanden, diese müssen jedoch noch ausgebaut werden. Weiterhin ist die "offizielle" Debatte - wie Klopfer am Beispiel der Diskussion um Counterstrike in den Gremien der BPjM kenntnisreich ausführt - oft an anderen Kriterien ausgerichtet als denen der Gamer.
Wie weit Gamer Spiele einer moralischen und ethischen Wertung unterziehen und sich selbst zu dieser positionieren, ist Gegenstand einer empirischen Untersuchung, die anschließend vorgenommen wird. Deren Verdienst ist es, die Positionen der Gamergemeinde anschaulich und überzeugend darzustellen - weitgehend wertfrei wird der Stand der Debatte beleuchtet, der sich durch einen eklatanten Mangel an sachlichem Diskurs zwischen politischen Entscheidungsträgern, Medien, Gamern und Gameproduzenten auszeichnet ... weiterlesen
-
16. 12. 2007, 14:50 #2r00t
- Registriert seit
- Jan 2006
- Ort
- /dev/null
- Beiträge
- 496
Re: Computerspiele: Diplomarbeit zur moralischen und ethischen Wahrnehmung der Spiele
Glückwunsch Korrupt, dein Artikel zu dieser Diplomarbeit ist verdammt gut geschrieben!
Da ich selbst immer wieder auf die Diskussion stoße (als IT-affiner Mensch), werde ich diese Arbeit sicher auch lesen, denn die von dir genannten Stichpunkte und Aspekte klingen sehr interessant.~ The Look and Sound of Perfect ~
Beschwerden an /dev/null
-
16. 12. 2007, 23:59 #3
Re: Computerspiele: Diplomarbeit zur moralischen und ethischen Wahrnehmung der Spiele
Wäre so eine Spieler Organisation nicht was für die Piraten? Wobei die Piraten halt eine Partei sind und von Parteien halt ich nicht viel....
Endlich wieder sicher Dateien tauschen, kostenlos und anonym: Retroshare, schreibt mich an und ich nehme euch in mein Netzwerk auf!
-
17. 12. 2007, 11:49 #4
Re: Computerspiele: Diplomarbeit zur moralischen und ethischen Wahrnehmung der Spiele
Ich finde es sehr bedenklich, dass man sich in diesem Land immer mit Interessenvertretungen, Selbsthilfegruppen etc. gegen die staatliche Gängelei und andere Missstände wehren muss.
Warum kann man die Gamer nicht einfach in Ruhe gamen lassen? Keiner von denen hat Bock auf bzw. Zeit für diesen Diskussions- und Selbstrechtfertigungsbullshit, die wollen doch einfach nur zocken
-


Zitieren
mehr lesen...





Deutschland unterzeichnet ACTA...
Heute, 18:14 in gulli:news