Fakten und Forschung tun in der aufgeheizten Diskussion um Compoterspiele und ihre Wirkung auf die Gamer dringend not: die Diskussion um "Killerspiele" und Konsorten wird in Deutschland weitgehend kenntnisfrei und emotional geführt - üblicherweise zwischen Politik und Medienwirkungsforschung, wenn letztere überhaupt beteiligt sind. Die Spieler kommen in den seltensten Fällen zu Wort. Abhilfe schafft Oliver Klopfer mit einer Diplomarbeit zum Thema. Fazit: die Gamer müssen in die Debatte mit einbezogen werden. Vorbildlich: Klopfer bezieht sie mit ein.
Kurz gefasst: Klopfer fragt, inwieweit die Gamer selbst überhaupt an der Debatte über Computerspiele beteiligt werden und kommt wenig überraschend zum Ergebnis, dass sie es einerseits nicht sind, darüber hinaus auch ein großes Interesse besteht, sie mit einzubeziehen. Ein Fazit: um ihre Interessensvertretung müssen sich die Spieler selbst kümmern. Ansätze sind vorhanden, diese müssen jedoch noch ausgebaut werden. Weiterhin ist die "offizielle" Debatte - wie Klopfer am Beispiel der Diskussion um Counterstrike in den Gremien der BPjM kenntnisreich ausführt - oft an anderen Kriterien ausgerichtet als denen der Gamer.
Wie weit Gamer Spiele einer moralischen und ethischen Wertung unterziehen und sich selbst zu dieser positionieren, ist Gegenstand einer empirischen Untersuchung, die anschließend vorgenommen wird. Deren Verdienst ist es, die Positionen der Gamergemeinde anschaulich und überzeugend darzustellen - weitgehend wertfrei wird der Stand der Debatte beleuchtet, der sich durch einen eklatanten Mangel an sachlichem Diskurs zwischen politischen Entscheidungsträgern, Medien, Gamern und Gameproduzenten auszeichnet ...
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