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03. 01. 2008, 17:34 #1
Die Lösung für den Datenschutz: UK will Datenpannen bestrafen
"Ab sofort verboten sind Hunger, Krieg, Armut..." - die Idee ist nicht wirklich neu, und vielleicht tut man den britischen Abgeordneten auch etwas unrecht, wenn man ihre Forderung nach Bestrafung von "Datenpannen" in die Kategorie "Lieb gemeint, aber sinnlos" ablegt. In der Tat könnten Geldstrafen möglicherweise dort empfindlich schmerzen, wo Datenlecks bislang noch mit einem mehr oder minder reumütigen "Tut uns leid, kommt nicht wieder vor" plus optionaler Klage über böse Hacker abgetan werden können. Nur: wie umsetzen?
An sich sollte der Datenschutz entsprechende Regelungen vorsehen, damit Datenpannen vermieden und/oder in Zukunft verhindert werden können. Und an erster Stelle müsste dabei eigentlich Datensparsamkeit stehen - Daten, die nicht erfasst werden, können nicht in falsche Hände fallen. Somit spricht es natürlich schon Bände, wenn auf diesen Aspekt nicht eingegangen wird, sondern eben auf
"...die Risiken, die beim Betreiben großer Datenbanken entstehen, zu denen zahlreiche Menschen Zugang haben
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03. 01. 2008, 18:03 #2Chronotondeaktiviertes Benutzerkonto
Re: Die Lösung für den Datenschutz: UK will Datenpannen bestrafen
wow, was ganz neues!
kriminelle lassen sich ja bekanntlich von verboten und strafen abschrecken.
darum sind unsere gefängnisse alle soooo leer, weil alle bösen burschen zur einsicht gekommen sind, dass man sich an recht und gesetz halten soll.
mfg
chronoton
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03. 01. 2008, 18:38 #3
Re: Die Lösung für den Datenschutz: UK will Datenpannen bestrafen
Wie gesagt, das richtet sich weniger gegen die "Kriminellen", sondern die Firmen/Aemter, die entsprechende Datenbanken betreiben und bei Leaks/Hacks *auch* zur Verantwortung gezogen werden sollen.
Ob und wie das umgesetzt werden kann und obs so was bringen kann, sei dahingestellt, ich kann mir aber schon vorstellen, dass da das eine oder andere Unternehmen die Gleichung "Datenleck = x Euro Strafe = zwei Jahresgehaelter Security-Admin" aufstellt und ein wenig sorgfaeltiger die Daten handhabt. Nur bei der oeffentlichen Verwaltung, staatlichen Stellen usw. scheint mir das Ganze ein wenig witzlos.
Was mir aber grade einfaellt: noch waehrend dem Tippern hatte ich den gedanken im Hinterkopf, dass sowas in den USA vielleicht noch spannender waere, da dort der klagemoeglichkeiten dann doch noch ein paar andere sind. Dann fiel mir grade ein, dass es dort an sich nicht mal so ein Gesetz geben muesste, da koennte man ja auch per Zivilverfahren mal zuschlagen. Ich bin da us-rechtstechnisch nicht sonderlich beschlagen, von daher bitte gerne Info: Wie kommt es, dass auch und grade in den USA relativ haeufig Datenpannen (auch und grade Kreditkartengeschichten, z.B.) vorkommen, aber trotz sprichwoertlicher Schadensersatzklagewut des dortigen Voelkchens noch nie jemand Schlagzeilen gemacht hat mit Sachen wie "Mailadresse geleakt und anschliessend zugespammt, Kunde verlangt 2,5 Millionen Dollar Schadensersatz"?
Bitte nicht an der Polemik aufhaengen, ich beschreib grade ueberspitzt, was ich meine, damits rueberkommt, um was es mir geht. Any lawyers here?
Greetz Korrupt
miss the signal, miss the signpost,
lose the access to it all
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03. 01. 2008, 21:27 #4
Re: Die Lösung für den Datenschutz: UK will Datenpannen bestrafen
das klingt nach einem fall für GvG
Zitat von Korrupt

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04. 01. 2008, 16:58 #5
Re: Die Lösung für den Datenschutz: UK will Datenpannen bestrafen
Wie wäre es, einfach die Daten nicht zu speichern?
Die Menschheit hat Jahrtausende ohne Totalüberwachung überlebt.

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04. 01. 2008, 20:58 #6WandangGast
Re: Die Lösung für den Datenschutz: UK will Datenpannen bestrafen
wie stellst du dir das den vor? kann man das iwie beweisen, dass es deren schuld war?
Zitat von Korrupt
aber mir kommt da grad ein gedanke:
die einzige möglichkeit wäre, man hätte eine sehr seriöse emailadresse, welche man nur für rechnungszwecke aushändigt und daher bisher 0% spam erhalten hat (ist sowas möglich?
). nachdem bekannt geworden ist das daten geleakt sind kam dann plötzlich ein schwall an spammails, was eine kausalität darstellt, welche aber nicht bewiesen werden kann
also: wie soll man da ietwas einklagen können?
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06. 01. 2008, 21:24 #7Mitglied
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- Jan 2008
- Beiträge
- 1
Re: Die Lösung für den Datenschutz: UK will Datenpannen bestrafen
Ich bin mir eh sicher, die gingen nicht verloren, die hat schon der "Richtige" gefundenSo kommt es dann auch zum Versand von CDs mit Daten aller britischen Kindergeldempfänger, welche unglücklicherweise auf dem Postweg verloren gingen
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19. 01. 2008, 03:37 #8Der RebellGast
Re: Die Lösung für den Datenschutz: UK will Datenpannen bestrafen
Schon wieder in GB Daten verloren gegangen.
Diesmal hat es wohl einen höheren Soldaten erwischt. Wurde eben im Radio berichtet.
Ist das UK eigentlich besonders undicht oder wird das woanders sofort unter den Teppich gekehrt, wenn jemand eine Daten-CD mit einer Musik-CD verwechselt?
Oder die Tommys haben tatsächlich nicht viel zu verbergen.
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