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  1. #1
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    Standard An die Juristen: Austritt aus einem Verein

    Hey ne Freundin von mir, die in nem Reitverein is hat dort ein Pflegepferd. Jetzt ist das Problem: Das Pflegepferd wechselt den Stall, dadurch will sie nicht mehr Mitglied in dem Verein bleiben, weil sie dort einfach nix zu tun hat.

    Jetzt is das Problem, laut Satzung darf sie erst am Ende des Kalenderjahres wechseln (haha, frohes neues Jahr!). Hier ist mal die ganze Satzung:
    http://www.drv64-biegerhof.de/satzung.html

    Gibt es irgendeine Möglichkeit, dass wir sie aus diesem Verein vorzeitig rauskriegen, ohne sie für tod zu erklären?


    Gibt es irgendwelche Gesetzesbücher, die einen vorzeitigen und sofortigen Austritt ermöglichen?
    btw: Sie ist unter 18! Wird dieses Jahr auch erst 17.

  2. #2
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    Standard Re: An die Juristen: Austritt aus einem Verein

    Nein, außer die Satzung erlaubt es oder es ist ansonsten unzumutbar.

  3. #3
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    Standard Re: An die Juristen: Austritt aus einem Verein

    Hab jez im bürgerlichen Gesetzbuch nachgeschaut.
    Sobald 3/4 der Mitglieder dafür sind, den Verein aufzulösen, kann man ihn auflösen.

    Der Verein hat 160 Mitglieder. Muss ich nur noch mit knapp 200 Freunden rein gehen und dann den ganzen quatsch da auflösen! ^^

  4. #4
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    Standard Re: An die Juristen: Austritt aus einem Verein

    schonmal an Gründe gedacht welche sich an die Gesundheit anlegen?

    Allergien, Schwerheben.... werdet kreativ.

  5. #5
    Mitglied Avatar von saoirse
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    Standard Re: An die Juristen: Austritt aus einem Verein

    Zitat Zitat von Legoteil
    schonmal an Gründe gedacht welche sich an die Gesundheit anlegen?

    Allergien, Schwerheben.... werdet kreativ.
    Warum sollte man aus Gesundheitsgründen ne Vereinsmitgliedschaft niederlegen gehört. So ein Unfug...

    Laut Satzung gibts da wohl keinen Ausweg. Es gibt drei Möglichkeiten:
    - Tod
    - Kündigen und dann bis Ende des Kalenderjahres zahlen
    - Ausschließen lassen - etwa Mitgliedsbeiträge nicht zahlen; die Beiträge muss sie aber nach Ausschluss dennoch zahlen, plus Anwalts- oder Gerichtsgebühren

    Nach BGB ist diese Ausschlussfrist eindeutig zulässig. Das BGB lässt sogar eine bis zu 2-jährige Frist zu.

  6. #6
    Mitglied Avatar von pinkybrain
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    Standard Re: An die Juristen: Austritt aus einem Verein

    Die soll einfach mal mit den Leuten reden, die werden sicher das Verständnis dafür aufweisen können, da Reiter/innen doch ganz nette Leute sind (das war zwar jz. nicht erst gemeint, aber ein Versuch wars wert )

    gn8

  7. #7
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    Standard Re: An die Juristen: Austritt aus einem Verein

    Leute, die ham nich das Verständnis.
    Die wollen nur das Geld. Sie hat schon mit denen gerdet. Naja jez siehts wohl so aus, dass ihr Pferd in nen andern Stall verlegt wird und sie da weniger zahlen muss, obwohl sie noch 10 Euro für die Vereinskosten pro Monat zahlt. So ein witz...

    Aber danke trotzdem. Ich hab auch mal ins BgB geschaut, wusste gar nich, wie praktisch das ist. Kann man sich das irgendwo als Buch günstig besorgen ?

  8. #8
    Mitglied Avatar von saoirse
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    Standard Re: An die Juristen: Austritt aus einem Verein

    Zitat Zitat von Crov34n
    Leute, die ham nich das Verständnis.
    Die wollen nur das Geld. Sie hat schon mit denen gerdet. Naja jez siehts wohl so aus, dass ihr Pferd in nen andern Stall verlegt wird und sie da weniger zahlen muss, obwohl sie noch 10 Euro für die Vereinskosten pro Monat zahlt. So ein witz...

    Aber danke trotzdem. Ich hab auch mal ins BgB geschaut, wusste gar nich, wie praktisch das ist. Kann man sich das irgendwo als Buch günstig besorgen ?
    Ja, aber gibt da wohl keine Ausnahmeregelung. Sie hat die Satzung ja auch akzeptiert, als sie beigetreten ist.

    BGB müssteste egtl. in jeder Buchhandlung bekommen für ca. 5 Euro.

  9. #9
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    Standard Re: An die Juristen: Austritt aus einem Verein

    evtl. ist die passive mitgliedschaft ja billiger?

    das bgb gibts ueberall, wo es buecher gibt. der nackte gesetzestext ist auch nicht sehr teuer.

  10. #10
    Mitglied Avatar von kmk
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    Standard Re: An die Juristen: Austritt aus einem Verein

    Wenn sie minderjährig ist, könnte es doch sein, dass ihre Eltern in die Mitgliedschaft nie eingewilligt haben (und auch nicht genehmigen möchten). Dann wäre nie ein Vertrag zu Stande gekommen.
    Geht natürlich nicht, wenn auch ihre Elten die Anmeldung unterschrieben haben.

    Ohne die Satzung selbst zu kennen, fällt mir spontan kein besserer Weg ein.

  11. #11
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    Standard Re: An die Juristen: Austritt aus einem Verein

    es geht um keinen Vertrag...
    Imho soll Sie einfach sagen, Sie will mit dem umstrukturierten, neuen Verein nichts mehr zu tun haben und einfach nicht bezahlen.
    Ich will sehen wer deswegen ein Gericht einschaltet und welcher Richter sich mit so einem Käse rumschlagen will.

  12. #12
    Mitglied Avatar von Gravity
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    Standard Re: An die Juristen: Austritt aus einem Verein

    Wie viel bezahlt sie überhaupt für die Mitgliedschaft?
    Ich würde probieren in eine passive Mitgliedschaft zu wechseln, den Jahresbetrag für 2008 bezahlen und dann schon jetzt kündigen.

    PS: Was haben denn die Eltern damit zu tun?
    Wenn sich die Vereinsbeiträge im Rahmen des Taschengeld§ bewegen, dann wird es schwierig.

  13. #13
    Mitglied Avatar von kmk
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    Standard Re: An die Juristen: Austritt aus einem Verein

    Zitat Zitat von Gravity
    Was haben denn die Eltern damit zu tun?
    Wenn sich die Vereinsbeiträge im Rahmen des Taschengeld§ bewegen, dann wird es schwierig.
    Falsch.
    Wie ich in nem anderen Thread schonmal geschrieben hab:
    Ein Minderjähriger (= eine Person unter 18 Jahren) ist nur beschränkt geschäftsfähig ( § 106 BGB).
    Für jede Willenserklärung die der Minderjährige abgibt, benötigt er das Einverständnis seines gesetzlichen Vertreters (i.d.R. die Eltern, § 1629 I1 BGB), es sei denn, das Geschäft ist für den Minderjährigen ausschließlich rechtlich vorteilhaft.

    Diese Zustimmung kann vorher (= Einwilligung, § 107 BGB, Legaldefinition § 183 BGB) oder nachher (= Genehmigung, § 108 I BGB, Legaldefinition § 184 BGB) gegeben werden.

    Bis zur Genehmigung ist der Vertrag schwebend unwirksam.

    Eine Besonderheit ist der "Taschengeldparagraph" ( § 110 BGB):
    Wenn ein Minderjähriger einen Vertrag schließt, ist dieser von Anfang an gültig, wenn
    er die Leistung mit Mitteln (= i.d.R. Geld) bewirkt, die er zu diesem Zweck oder zur freien Verfügung (= i.d.R. Taschengeld) von seinem gesetzlichen Vertreter bekommen hat.

    Du verstehst den "Taschengeld§" falsch.
    Wenn die Eltern ihr kein Taschengeld geben oder aber welches geben, aber nicht zu diesem Zweck, ist der Vereinseintritt schwebend unwirksam.

  14. #14
    Mitglied Avatar von Gravity
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    Standard Re: An die Juristen: Austritt aus einem Verein

    kmk, aber die Eltern werden wohl sehr wohl davon wissen.
    Denn wenn das Mädchen ein Pflegepferd dort hat, wird sich das mit dem Nichtwissen über einen Vereinsbeitritt schwer widerlegen lassen.

    Wollen die Eltern etwas sagen: Oh, unser Mädchen kann reiten? Oh, und es hat ein Pflegepferd? UND sie ist in dem Reitverein?
    Die Eltern werden das sehr wohl wissen, und ich nehme mal an, das der Verein auch eine Unterschrift der Eltern hat.

    Also kommt das Kind nicht aus dem Vertrag raus.

    PS: Wie soll das Kind so ein Pflegepferd denn ohne Wissen der Eltern finanzieren?
    Bei dem Reiterstall in dem ich reite, bezahlt man pro Pferdebox 250Euro im Monat.
    Die Versorgung des Pferdes kostet auch noch mal Geld, es sei denn das Mädel hat eine Reitbeteiligung auf ihr Pflegepferd laufen.
    Zusätzlich müssen noch andere Dinge wie Hufschmied, Impfungen & etc. bezahlt werden.

    Und davon sollen die Eltern nichts gewusst haben?

  15. #15
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    Standard Re: An die Juristen: Austritt aus einem Verein

    Einfach mal mit den Leuten im Verein reden und klar machen, dass ihr Pferd umzieht und sie deswegen nicht mehr Mitglied sein möchte, ansonsten alle Rechte als Vereinsmitglied wahrnehmen (Bei der Hauptversammlung den Vorstand nicht entlasten, in den Vereinsräumen rumgammeln, allen auf die Nerven gehen etc.) oder zum Jahresende ündigen, schaun dass es ne passive Mtigliedschaft gibt, in die wechseln und zum Jahresende kündigen.

  16. #16
    Mitglied Avatar von Frankyboy73
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    Standard Re: An die Juristen: Austritt aus einem Verein

    Zitat Zitat von saoirse
    Warum sollte man aus Gesundheitsgründen ne Vereinsmitgliedschaft niederlegen gehört. So ein Unfug...

    Das ist mitnichten Unfug sondern gängige Praxis, glaub´ mir. Vereinsmitgliedschaften (aktive natürlich) die einer sportlichen Betätigung zugrunde liegen, haben sehr oft einen entsprechenden Passus in der Satzung. Auch wenn es dort nicht vorgesehen ist, wird der Verein (bei Allergien oder anderen Erkrankungen) kaum eine Einhaltung der ordentlichen Kündigung einherargumentieren können. War bei mir gelebte Praxis im Tennisverein (chron. Sehnenscheidenentzündung).

  17. #17
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    Standard Re: An die Juristen: Austritt aus einem Verein

    also, ich will meinen Kommentar nochmal etwas verstaendlicher machen...

    Aus einem Verein kann ausgetreten werden durch:
    1. Ordnungsgemässe Kündigung... oder
    2. Unzumutbarkeit (wie Habek schon sagte) bzw. einen triftige, schwerwiegenden Grund (dies kann z.B. Krankheit sein, wie Frankyboy73 schon sagte)

    Ob der Umzug des Pferdes dieser triftige Grund ist, ist Auslegungssache (imho eher nicht). Zumindest könnte deine Freundin sich darauf berufen. Falls es jedoch wierklich zu einem Rechtsstreit kommen sollte, wuerde ich einen Rückzieher machen... ABER: ich will den Reitstall sehen der gegen seine eigenen Mitglieder vor Gericht zieht und den Richter den das ganze Interessiert...

    und selbst wenn, dann machste halt eine scheiss Unterschriften Aktion oder sowas: "Grosser, Geldgeiler Reitstall beutet junge, minderjährige Mädchen aus und verbietet ihnen den Austritt...!" Son Reitstall hat ja auch einen Ruf...

    ahja und noch was am rande.. gibt es eine vereinbarung, wo das Pferd genau unterkommt? Wurde darueber mal geredet? Evt. noch ein Angriffspunkt...

    gruss, lennart

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