+ Antworten
Ergebnis 1 bis 11 von 11
  1. #1
    gulli:News Redaktion Avatar von gullinews
    Registriert seit
    Apr 2002
    Beiträge
    10.036

    Standard Pazifismus im Computerspiel: Strategien jenseits der Killerspiel-Klischees

    In der Verbotsdebatte um sogenannte "Killerspiele" sind Games gemeint, die "grausame oder sonst unmenschliche Gewalttätigkeiten gegen Menschen oder menschenähnliche Wesen darstellen". Man kann sich darum streiten, ob World of Warcraft unter diese Kategorie fällt, interessant indessen das Projekt eines Spielers, einen "pazifistischen" Charakter zum Erfolg zu bringen. Ohne Vorläufer ist der Plan nicht: Pazifismus in "eigentlich" gewalttätigen PC-Games inspirierte schon früher.

    Schon das legendäre Nethack, bereits ohne optionale Bürden schwer zu gewinnen, weiß von "pazifistischen Charakteren", die das monsterbeladene RPG gewinnen wollen, ohne einen Gegner zu töten - mit Erfolg. Nethack hat grafisch zwar wenig zu bieten, weist handlungstechnisch jedoch Optionen auf, die Jugendschützern das kalte Grausen bescheren sollten: wo sonst kann man Menschen nicht nur töten, sondern auch aufessen und gegebenenfalls für den späteren Gebrauch gar einfrieren oder in Dosen abfüllen?
    Auch in Speedruns verhalten sich die Gamer selbst in den einschlägigen Schlachtorgien killer-untypisch - Monster werden in der Regel nur getötet, wenn sie im Weg stehen, ansonsten gilt das Augenmerk der Bewegung und dem geschickten Ausnutzen des Leveldesigns. Der "Rabbit Run" (Q1, 10:58min) oder "Quake 2 done Quick" (Q2, 21:06 min)werden selbst erfahrenen Egoshootern die Tränen in die Augen treiben.
    Brian Westley hat sich nun ähnliches für WoW vorgenommen: das Spielen pazifistischer Charaktere, die keine Gegner töten

    weiterlesen

  2. #2
    Mitglied Avatar von Yagharek
    Registriert seit
    Sep 2003
    Beiträge
    2.683

    Standard Re: Pazifismus im Computerspiel: Strategien jenseits der Killerspiel-Klischees

    kann man in wow erfahrung sammeln, ohne ein monster zu töten, egal ob aktiv oder passiv?

    nen heiler, der seine gruppe am leben erhält, fällt da bei mir unter passives töten.
    auch ein dieb, der eigentlich nix macht und nur zuschaut, wie seine gruppe gegner tötet, tötet da in meinen augen passiv.
    http://www.werdeweltretter.de/

    Sir Peter Alexander Ustinov: Die letzte Stimme, die man hört, kurz bevor die Welt explodiert, wird die Stimme eines Experten sein, der da sagt: "Das ist technisch unmöglich."

  3. #3
    Mitglied Avatar von Oj1
    Registriert seit
    Oct 2006
    Beiträge
    654

    Standard Re: Pazifismus im Computerspiel: Strategien jenseits der Killerspiel-Klischees

    also ich verstehe unter pazifismus das weder selbst tätlich gegen "den feind" vorgegangen wird, noch das durch die geleistete unterstützung der "aktiven truppen" erfahrung durch gesharete ep elangt wird. somit ist unterm strich auch ein priester der nur heilt kein wirklicher pazifist in meinen augen.
    ich beziehe mich mit der aussage jetzt mal auf den im artikel erwähnten charakter, der schluss lässt sich glaube ich aber auch gut auf andere umstände anwenden. so ist zb ein sani bei der bundeswehr in meinen augen auch kein pazifist.
    15 Millionen Dollar sind kein Geld für mich. Sie sind ein Motiv mit einem Universaladapter dran.

  4. #4
    Mexikanischer Apfeldieb
    Registriert seit
    Nov 2006
    Beiträge
    171

    Standard Re: Pazifismus im Computerspiel: Strategien jenseits der Killerspiel-Klischees

    "Ich bin Pazifist. Ich töte nicht, ich helfe nur."

    So klingt das für mich. :>

    Die Idee und der Hintergedanke ist wirklich nicht schlecht, aber Spiele wie WoW und Co. halte ich dafür leider etwas ungeeignet.

    Als erstes ist mir die Metal Gear Solid Reihe eingefallen. Ok, in Teil 1 gab es einige Stellen, an denen man töten musste, aber zumindest in MGS2 hat man ja die Möglichkeit, auf Betäubungsmittel zurückzugreifen.

  5. #5
    Mitglied
    Registriert seit
    Jun 2006
    Beiträge
    85

    Standard Re: Pazifismus im Computerspiel: Strategien jenseits der Killerspiel-Klischees

    Natürlich kannste exp machen, ohne zu töten...
    Gibt doch genug laufquests z.b....
    Natürlich wird das irgendwann extrem langweilig - ich denke auch nicht, dass es genug dieser Quests gibt um Level 70 zu werden, wobei ich die Beantwortung dieser Frage lieber jmd. überlasse, der dieses Spiel länger als 5 Tage gespielt hat

  6. #6
    Xavathras
    Gast

    Standard Re: Pazifismus im Computerspiel: Strategien jenseits der Killerspiel-Klischees

    Unmöglich.
    Um bereits auf Level 6 zu kommen musst du etliche von Monstern in deinem Anfangsgebiet getötet haben!

  7. #7
    random circle Avatar von crying_soul
    Registriert seit
    Aug 2007
    Beiträge
    138

    Standard Re: Pazifismus im Computerspiel: Strategien jenseits der Killerspiel-Klischees

    Warum dann Wow?

    Da geht`s doch um`s kämpfen,

    gibt doch auch z.b.: Abenteuer auf dem Ponyhof

    und das ist garantiert gewaltfrei.
    antistaat.freehostia.com

  8. #8
    Mitglied
    Registriert seit
    Jun 2007
    Beiträge
    19

    Standard Re: Pazifismus im Computerspiel: Strategien jenseits der Killerspiel-Klischees

    weil es auf dem ponyhof keine kunst ist, gewaltfrei durch zu kommen...
    es geht doch hier um das prinzip. hier will jemand ein zeichen setzten gegen die bösen leute die alles verbieten wollen, also betrachtet die aktion nicht nur aus dem blickwinkel des sinns im zusammenhang mit dem spiel.

  9. #9
    random circle Avatar von crying_soul
    Registriert seit
    Aug 2007
    Beiträge
    138

    Standard Re: Pazifismus im Computerspiel: Strategien jenseits der Killerspiel-Klischees

    Spiele in ihrer Sinnhaftigkeit zu hinterfragen ist Auslöser der Diskussion.

    Spiele sind als Zeitvertreib gedacht.....und nicht mehr!
    antistaat.freehostia.com

  10. #10
    Wandang
    Gast

    Standard Re: Pazifismus im Computerspiel: Strategien jenseits der Killerspiel-Klischees

    Zitat Zitat von breytexX
    Natürlich kannste exp machen, ohne zu töten...
    Gibt doch genug laufquests z.b....
    Natürlich wird das irgendwann extrem langweilig - ich denke auch nicht, dass es genug dieser Quests gibt um Level 70 zu werden, wobei ich die Beantwortung dieser Frage lieber jmd. überlasse, der dieses Spiel länger als 5 Tage gespielt hat
    1. man kann nur durch q nicht so hoch genug lvlen um in das nächsthöhere gebiet zu gelangen. man steht dann nach kurzer zeit im gleichen gebiet rum ohne q zu kriegen.

    2. im highlvl bereich kann man sicherlich die letzten lvl nur durch q kriegen, da es tagesq gibt. also q die man jeden tag aufs neue machen kann (eigentlich nur dazu gedacht, gold zu scheffeln während man auf nen arenakampf wartet (inner warteschleife)... die q geben aber auch xp bis lvl 70 (danach gibts ja kein lvl mehr))

    speedruns find ich interessant, pazifistische charas (der hier angesprochene ist im grunde keiner) sind ungeheuer langweilig.

  11. #11
    Samstag ist Selbstmord Avatar von Anadymene
    Registriert seit
    Aug 2007
    Beiträge
    26

    Standard Re: Pazifismus im Computerspiel: Strategien jenseits der Killerspiel-Klischees

    Zitat Zitat von Xavathras
    Unmöglich.
    Um bereits auf Level 6 zu kommen musst du etliche von Monstern in deinem Anfangsgebiet getötet haben!
    Diese Aussage ist falsch. Wer den Blog gelesen hat, weiss, dass der Typ Erfahrung nur durch Laufquests, Gebiete erforschen (wenn man ein Gebiet zum ersten mal betritt erhält man xp, nicht viel zwar, aber immerhin) und BG Quests macht. Dieses sind wiederholbar und geben JEDES Mal Erfahrung. So ist Level 70 zwar möglich, aber unter Umständen langweilig, weil es so langweilig ist...

    Zu den BG Quests: In den Battlegrounds ist man zwar Teil des Teams, das andere tötet (dies lässt sich nicht verhindern), allerfings finde ich, dass ein Pazifist auch als solcerh gilt, wenn er auf dem Schlachtfeld steht, solange er nur niemanden Umbringt...
    Das Zeil das dieser Spieler sich auf dem Schlachtfeld gesetzt hat, ist schliesslich kein Gewaltbehaftetes... im Arathibecken müssen Fahnen gehalten werden (hierzu betäubt er die Leute nur / wirft betäubungsbomben nach ihnen), bzw. im Warsongschlucht-Battleground muss man eine Fahne erobern -> keine Gewalt.

    Ich finde den enormen Zeitaufwand, dem sich der Blogger gewidmet hat, beachtenswert, und vor allem das Zeichen, das hierdurch gesetzt wird vollkommen unterstützenswert.

    MfG
    Anadymene
    explicit language.

  12.  
     
     
+ Antworten

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein