-
09. 01. 2008, 15:52 #1
Pazifismus im Computerspiel: Strategien jenseits der Killerspiel-Klischees
In der Verbotsdebatte um sogenannte "Killerspiele" sind Games gemeint, die "grausame oder sonst unmenschliche Gewalttätigkeiten gegen Menschen oder menschenähnliche Wesen darstellen". Man kann sich darum streiten, ob World of Warcraft unter diese Kategorie fällt, interessant indessen das Projekt eines Spielers, einen "pazifistischen" Charakter zum Erfolg zu bringen. Ohne Vorläufer ist der Plan nicht: Pazifismus in "eigentlich" gewalttätigen PC-Games inspirierte schon früher.
Schon das legendäre Nethack, bereits ohne optionale Bürden schwer zu gewinnen, weiß von "pazifistischen Charakteren", die das monsterbeladene RPG gewinnen wollen, ohne einen Gegner zu töten - mit Erfolg. Nethack hat grafisch zwar wenig zu bieten, weist handlungstechnisch jedoch Optionen auf, die Jugendschützern das kalte Grausen bescheren sollten: wo sonst kann man Menschen nicht nur töten, sondern auch aufessen und gegebenenfalls für den späteren Gebrauch gar einfrieren oder in Dosen abfüllen?
Auch in Speedruns verhalten sich die Gamer selbst in den einschlägigen Schlachtorgien killer-untypisch - Monster werden in der Regel nur getötet, wenn sie im Weg stehen, ansonsten gilt das Augenmerk der Bewegung und dem geschickten Ausnutzen des Leveldesigns. Der "Rabbit Run" (Q1, 10:58min) oder "Quake 2 done Quick" (Q2, 21:06 min)werden selbst erfahrenen Egoshootern die Tränen in die Augen treiben.
Brian Westley hat sich nun ähnliches für WoW vorgenommen: das Spielen pazifistischer Charaktere, die keine Gegner töten
weiterlesen
-
09. 01. 2008, 16:22 #2
Re: Pazifismus im Computerspiel: Strategien jenseits der Killerspiel-Klischees
kann man in wow erfahrung sammeln, ohne ein monster zu töten, egal ob aktiv oder passiv?
nen heiler, der seine gruppe am leben erhält, fällt da bei mir unter passives töten.
auch ein dieb, der eigentlich nix macht und nur zuschaut, wie seine gruppe gegner tötet, tötet da in meinen augen passiv.http://www.werdeweltretter.de/
Sir Peter Alexander Ustinov: Die letzte Stimme, die man hört, kurz bevor die Welt explodiert, wird die Stimme eines Experten sein, der da sagt: "Das ist technisch unmöglich."
-
09. 01. 2008, 16:44 #3
Re: Pazifismus im Computerspiel: Strategien jenseits der Killerspiel-Klischees
also ich verstehe unter pazifismus das weder selbst tätlich gegen "den feind" vorgegangen wird, noch das durch die geleistete unterstützung der "aktiven truppen" erfahrung durch gesharete ep elangt wird. somit ist unterm strich auch ein priester der nur heilt kein wirklicher pazifist in meinen augen.
ich beziehe mich mit der aussage jetzt mal auf den im artikel erwähnten charakter, der schluss lässt sich glaube ich aber auch gut auf andere umstände anwenden. so ist zb ein sani bei der bundeswehr in meinen augen auch kein pazifist.15 Millionen Dollar sind kein Geld für mich. Sie sind ein Motiv mit einem Universaladapter dran.
-
09. 01. 2008, 17:01 #4Mexikanischer Apfeldieb
- Registriert seit
- Nov 2006
- Beiträge
- 171
Re: Pazifismus im Computerspiel: Strategien jenseits der Killerspiel-Klischees
"Ich bin Pazifist. Ich töte nicht, ich helfe nur."
So klingt das für mich. :>
Die Idee und der Hintergedanke ist wirklich nicht schlecht, aber Spiele wie WoW und Co. halte ich dafür leider etwas ungeeignet.
Als erstes ist mir die Metal Gear Solid Reihe eingefallen. Ok, in Teil 1 gab es einige Stellen, an denen man töten musste, aber zumindest in MGS2 hat man ja die Möglichkeit, auf Betäubungsmittel zurückzugreifen.
-
09. 01. 2008, 17:03 #5Mitglied
- Registriert seit
- Jun 2006
- Beiträge
- 85
Re: Pazifismus im Computerspiel: Strategien jenseits der Killerspiel-Klischees
Natürlich kannste exp machen, ohne zu töten...
Gibt doch genug laufquests z.b....
Natürlich wird das irgendwann extrem langweilig - ich denke auch nicht, dass es genug dieser Quests gibt um Level 70 zu werden, wobei ich die Beantwortung dieser Frage lieber jmd. überlasse, der dieses Spiel länger als 5 Tage gespielt hat
-
09. 01. 2008, 17:09 #6XavathrasGast
Re: Pazifismus im Computerspiel: Strategien jenseits der Killerspiel-Klischees
Unmöglich.
Um bereits auf Level 6 zu kommen musst du etliche von Monstern in deinem Anfangsgebiet getötet haben!
-
09. 01. 2008, 18:20 #7
Re: Pazifismus im Computerspiel: Strategien jenseits der Killerspiel-Klischees
Warum dann Wow?
Da geht`s doch um`s kämpfen,
gibt doch auch z.b.: Abenteuer auf dem Ponyhof
und das ist garantiert gewaltfrei.
antistaat.freehostia.com
-
09. 01. 2008, 18:47 #8Mitglied
- Registriert seit
- Jun 2007
- Beiträge
- 19
Re: Pazifismus im Computerspiel: Strategien jenseits der Killerspiel-Klischees
weil es auf dem ponyhof keine kunst ist, gewaltfrei durch zu kommen...
es geht doch hier um das prinzip. hier will jemand ein zeichen setzten gegen die bösen leute die alles verbieten wollen, also betrachtet die aktion nicht nur aus dem blickwinkel des sinns im zusammenhang mit dem spiel.
-
09. 01. 2008, 19:48 #9
Re: Pazifismus im Computerspiel: Strategien jenseits der Killerspiel-Klischees
Spiele in ihrer Sinnhaftigkeit zu hinterfragen ist Auslöser der Diskussion.
Spiele sind als Zeitvertreib gedacht.....und nicht mehr!antistaat.freehostia.com
-
09. 01. 2008, 19:53 #10WandangGast
Re: Pazifismus im Computerspiel: Strategien jenseits der Killerspiel-Klischees
1. man kann nur durch q nicht so hoch genug lvlen um in das nächsthöhere gebiet zu gelangen. man steht dann nach kurzer zeit im gleichen gebiet rum ohne q zu kriegen.
Zitat von breytexX
2. im highlvl bereich kann man sicherlich die letzten lvl nur durch q kriegen, da es tagesq gibt. also q die man jeden tag aufs neue machen kann (eigentlich nur dazu gedacht, gold zu scheffeln während man auf nen arenakampf wartet (inner warteschleife)... die q geben aber auch xp bis lvl 70 (danach gibts ja kein lvl mehr))
speedruns find ich interessant, pazifistische charas (der hier angesprochene ist im grunde keiner) sind ungeheuer langweilig.
-
10. 01. 2008, 14:51 #11
Re: Pazifismus im Computerspiel: Strategien jenseits der Killerspiel-Klischees
Diese Aussage ist falsch. Wer den Blog gelesen hat, weiss, dass der Typ Erfahrung nur durch Laufquests, Gebiete erforschen (wenn man ein Gebiet zum ersten mal betritt erhält man xp, nicht viel zwar, aber immerhin) und BG Quests macht. Dieses sind wiederholbar und geben JEDES Mal Erfahrung. So ist Level 70 zwar möglich, aber unter Umständen langweilig, weil es so langweilig ist...
Zitat von Xavathras
Zu den BG Quests: In den Battlegrounds ist man zwar Teil des Teams, das andere tötet (dies lässt sich nicht verhindern), allerfings finde ich, dass ein Pazifist auch als solcerh gilt, wenn er auf dem Schlachtfeld steht, solange er nur niemanden Umbringt...
Das Zeil das dieser Spieler sich auf dem Schlachtfeld gesetzt hat, ist schliesslich kein Gewaltbehaftetes... im Arathibecken müssen Fahnen gehalten werden (hierzu betäubt er die Leute nur / wirft betäubungsbomben nach ihnen), bzw. im Warsongschlucht-Battleground muss man eine Fahne erobern -> keine Gewalt.
Ich finde den enormen Zeitaufwand, dem sich der Blogger gewidmet hat, beachtenswert, und vor allem das Zeichen, das hierdurch gesetzt wird vollkommen unterstützenswert.
MfG
Anadymeneexplicit language.
-


Zitieren
mehr lesen...





Deutschland unterzeichnet ACTA...
Heute, 18:14 in gulli:news