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Bombsquad85
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Re: Lebenslüge Riester-Rente?

Mich wundert es, dass hier noch keiner auf die Nachdenkseiten verlinkt hat. Dann tu ich das gerade mal:

http://www.nachdenkseiten.de/?p=2885

In dem Beitrag steht so einiges über den "Riester-Renten-Schwindel".
Und ich hoffe die Quelle ist in Ordnung, Albrecht Müller ist ja nun auch kein einfacher Blogger oder ein kommunistischer Revolutionär.
Alt 15. 01. 2008, 17:35 Bombsquad85 is offline Mit Zitat antworten #51
guido1972
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Re: Lebenslüge Riester-Rente?

Zitat:
Zitat von Zel 
Naja, etwas wichtiges hat er dabei aber nicht erwähnt...

Die meisten Berechnungen gehen davon aus, daß man mindestens 35 Jahre ohne Unterbrechung bei einem Durchschnittsgehalt nicht unter 2000€ brutto gearbeitet haben muss. Es gibt sicherlich noch einige Jobs, bei denen das Gehalt dort angesiedelt ist oder sogar drüber liegt.

Aber die meisten Menschen heute und in Zukunft werden eben keine 2000 brutto monatlich 35 Jahre lang verdienen, zumindest, wenn es bei der derzeitigen Richtung bleibt. Ändert sich die Richtung, dann ist Riester aber überflüssig.

Für Geringverdiener (eigentlich traurig, daß von 2000 Brutto Gehältern heute nix mehr übrig bleibt) lohnt sich private Vorsorge einfach nicht. Und gerade denen wird eingeredet, diese Riestersoße wäre extra für sie angerührt worden.

Hallo!
Das stimmt nicht so ganz. Also ich nehme mal Deine Beträge zur Berechnung. 2000 Euro mtl. entspricht einem Jahresbruttoeinkommen in Höhe von 24000 Euro. Das entspricht einer jährlichen Rentenerhöhung von ca. 21,40 Euro. Dies entspricht einer Rentenhöhe nach 35 Jahren von ca. 749 Euro Brutto. Die Nettorente entspricht somit ca 647,10 Euro. (Die Berechnung hinkt natürlich. Rentenanpassungen sowie Inflationsrate wurden nicht eingerechnet.) Somit haben wir eine relativ geringe Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung. Wenn zusätzlich keine weitere Vorsoge betrieben hat derjenige u.U. Anspruch auf Leistungen aus der Grundsicherung. So nun kann derjenige eine private Altersvorsorge betreiben. Er kann zu einer Bank gehen und z.B. 50 Euro mtl. in einen Fondssparplan einzahlen. (Vorsicht: Fondssparen ist eine risikoreiche Anlageform. Allerdings kann man dort u.U. die höchsten Renditen erwirtschaften). Nehmen wir weiter an der Fond läuft gut und der Fonds erzielt durchschnittlich eine Rendite von 7%. So bei einer mtl. Sparrate hat er in 35 Jahren ca. 21000 Euro eingezahlt. Das entspricht dann ein angespartes Vermögen von ca. 86087 Euro. Inflationsbereinigt (1,5%) entspricht das einem Realkapital von ca. 51124 Euro. Die gleiche Berechnung unter Berücksichtigung der Riesterzulagen sehe dann so aus. Eingezahltes Kapital (+ Zulagen 26390 dies entspricht Nominal ca. 111526 Euro und Real 66231Euro.) Dies war natürlich nur eine einfaches Beispiel aber Geringverdiener haben natürlich eine höhe Rendite unter der Berücksichtigung der staatlichen Zulagen. Ich bitte natürlich auch zu beachten, dass ich bei dem Beispiel nur die Eigenzulage berücksichtigt habe. Pro Kindergeldberchtigtes Kind gibt es eine Zulage in Höhe von 185 Euro oben drauf. Ich wollte damit deutlich machen, dass sich die private Altersvorsoge durchaus lohnen kann. Es ist aber immer eine individuelle Beratung notwendig. Aber eins wollte ich nochmals in aller Deutlichkeit sagen: der Berufsanfänger kann überhaupt noch nicht beurteilen wie hoch seine späteren Rentenbezüge sein werden. Also kann ich natürlich dem 20 Jährigen nicht raten: weist Du was - Du bist arm und Du bleibst arm. Das hat mit seriöser Beratung nix zu tun. Dann kann ich den Leuten auch direkt sagen: warum geht ihr überhaupt noch arbeiten. Warum Grundsicherung erst im Alter??? Geht doch bitte gleich zum Sozialamt. Das macht es für alle Beteiligten leichter.

Gruß Guido
Alt 15. 01. 2008, 19:13 guido1972 is offline Mit Zitat antworten #52
ToxedViruz
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Re: Lebenslüge Riester-Rente?

Zitat:
Zitat von Bombsquad85 
Mich wundert es, dass hier noch keiner auf die Nachdenkseiten verlinkt hat.

post #15 in diesem thread... aber man kann es nicht oft genug zitieren.
Alt 15. 01. 2008, 19:14 ToxedViruz is offline Mit Zitat antworten #53
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Re: Lebenslüge Riester-Rente?

Zitat:
Zitat von guido1972 
Nehmen wir weiter an der Fond läuft gut und der Fonds erzielt durchschnittlich eine Rendite von 7%.

und wenn nicht? selbst wenn der fond bisher gut lief, hat das null aussagekraft für die nächsten 10, 20 oder 30 jahre.

und warum soll man nicht diese deine 50 € und die riester-förderung in die gesetzliche rente packen? der staat ist die einzige "unkaputtbare" grundlage für eine absicherung im alter. warum nur mutwillig und dazu noch staatlich gefördert zerstören?
Alt 15. 01. 2008, 19:22 ToxedViruz is offline Mit Zitat antworten #54
guido1972
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Re: Lebenslüge Riester-Rente?

Zitat:
Zitat von ToxedViruz 
und wenn nicht? selbst wenn der fond bisher gut lief, hat das null aussagekraft für die nächsten 10, 20 oder 30 jahre.

und warum soll man nicht diese deine 50 € und die riester-förderung in die gesetzliche rente packen? der staat ist die einzige "unkaputtbare" grundlage für eine absicherung im alter. warum nur mutwillig und dazu noch staatlich gefördert zerstören?

Ahhh! Die erste gute Frage. Nun ich nehme an, dass mehrere Gründe dagegen sprechen. Wobei ich anmerken möchte, dass sich die gesetzliche Rentenversicherung wohl kaum dagegen gewehrt hätte. In der Tat wurde der Vorschlag auch diskutiert. Zunächst ist da mal das Umlageverfahren der gesetzlichen Rentenversichung. D.h. die Beiträge die heute eingezahlt werden, werden für die jetzigen Rentner ausgezahlt. Außerdem wollte der Gesetzgeber vielleicht die Möglichkeiten des freien Marktes ausschöpfen. Veilleicht sollte ich anmerken dass die Riesterförderung vorsieht, dass die eingezahlten Beiträge + Zulagen vom Anbieter garantiert sein müssen. D.h. selbst wenn der Fond schlecht laufen sollte, kommt man plus minus 0 raus. Aus den letzten 30 Jahren konnten aus Fondprodukten zwischen 7 und 9 % rausgeholt werden. Trotzdem ein Restrisiko bleibt natürlich. Vielleicht sollte ich nochmals auf Erfahrungwerte zurück greifen. Auch heute rechne ich jeden Tag Renten aus die unter 1000 Euro Netto liegen. Das betrifft nicht nur Rentner der Zukunft. Oftmals haben diese Leute aber eine gute betriebliche Altersvorsorge und teilweise Kapital aus einer Kapitallebensversicherung (wobei ich die KLV nicht als vernünftiges Produkt für eine Altersvorsorge ansehe). Somit werden niedrige Renten aus der gesetzlichen Rentenversicherung abgefangen. Es gibt aber auch positives zu berichten. Ich denke, dass die Renten von Frauen in der Zukunft wesentlich höher sein werden als zur Zeit. In aller Regel, haben Frauen noch die weit geringeren Renten als die Männer (Grund Hausfrauentätigkeiten). Viele Frauen heute arbeiten und erziehlen höhere Entgelte. Bedenke bitte auch, dass die Partnerinnen oftmals ein zusätzliches Altersvorsorgeprodukt abschließen. Vielleicht sollten wir nicht immer nur negativ denken.

Gruß Guido
Alt 15. 01. 2008, 19:39 guido1972 is offline Mit Zitat antworten #55
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Re: Lebenslüge Riester-Rente?

Zitat:
Zitat von guido1972 
Trotzdem ein Restrisiko bleibt natürlich.

eben. - ich halte es da mit dem mackenroth-theorem, also der umlagefinanzierung.

(„Nun gilt der einfache und klare Satz, dass aller Sozialaufwand immer aus dem Volkseinkommen der laufenden Periode gedeckt werden muss. Es gibt gar keine andere Quelle und hat nie eine andere Quelle gegeben. ... Es gibt keine Ansammlung von Fonds, keine Übertragung von Einkommensteilen von Periode zu Periode, kein Sparen im privatwirtschaftlichen Sinne, es gibt einfach gar nichts anderes als das laufende Volkseinkommen als Quelle für den Sozialaufwand“. )

Zitat:
Zitat von guido1972 
Außerdem wollte der Gesetzgeber vielleicht die Möglichkeiten des freien Marktes ausschöpfen.

die verwaltung der gesetzlichen rentenversicherung steht einmal. die private versicherung unterhält eine weitere zzgl. provisionen und dividenden. das kann überhaupt nicht preiswerter kommen als eine funktionierende gesetzliche versicherung. (das ist eigentlich auch übertragbar auf gkv/pkv) zumal die privaten versicherungen weder kundschaft ausklammern müssen noch mäuler stopfen, die zuvor nichts in den topf gegeben haben.

(wenn wir dann eines tages alles privatisiert und die letzten hoheitlichen rechte an die eu ausgelagert haben: schaffen wir dann wenigstens konsequenterweise unsere regierung ab?)
Alt 15. 01. 2008, 20:14 ToxedViruz is offline Mit Zitat antworten #56
guido1972
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Re: Lebenslüge Riester-Rente?

Zitat:
Zitat von ToxedViruz 
eben. - ich halte es da mit dem mackenroth-theorem, also der umlagefinanzierung.



die verwaltung der gesetzlichen rentenversicherung steht einmal. die private versicherung unterhält eine weitere zzgl. provisionen und dividenden. das kann überhaupt nicht preiswerter kommen als eine funktionierende gesetzliche versicherung. (das ist eigentlich auch übertragbar auf gkv/pkv) zumal die privaten versicherungen weder kundschaft ausklammern müssen noch mäuler stopfen, die zuvor nichts in den topf gegeben haben.

(wenn wir dann eines tages alles privatisiert und die letzten hoheitlichen rechte an die eu ausgelagert haben: schaffen wir dann wenigstens konsequenterweise unsere regierung ab?)


machenroth-theorem??? Meine Güte, dass habe ich ja noch nie gehört. Also erstmal danke für Deine Meinung zur gesetzlichen Rentenversicherung. Das ist Balsam für meine Seele. Man lernt nie aus. Also es gibt meiner Ansicht nach gute Gründe für unser Sozialsystem. Ich persönlich hätte mich über ein Produkt wie die Riesterrente in der gesetzlichen Rentenversicherung sehr gefreut. Zusätzliche Absicherung gab es ja schon mal (Höherversicherungsbeiträge). Ob die Riesterrente tatsächlich funktioniert werden wir erst in ferner Zukunft sehen. Der eigentliche Sinn der Riesterrente (Altersvorsorgeprodukt) mit der staatlichen Förderung halte ich nach wie vor für Sinnvoll. Man hätte dies auch anders regeln können. Ich persönlich hoffe, dass ich den Beitrag von Monitor entwas entschärfen konnte und das gerade junge Leute nicht völlig abgeschreckt werden.


Gruß Guido
Alt 15. 01. 2008, 20:42 guido1972 is offline Mit Zitat antworten #57
Provokateur
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Re: Lebenslüge Riester-Rente?

Ave Guido,
was bringt den eine Enter-Taste bei Ebay so?
Alt 15. 01. 2008, 21:06 Provokateur is offline Mit Zitat antworten #58
Zel
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Re: Lebenslüge Riester-Rente?

Zitat:
Zitat von guido1972 
Aus den letzten 30 Jahren konnten aus Fondprodukten zwischen 7 und 9 % rausgeholt werden. Trotzdem ein Restrisiko bleibt natürlich.

Das betrifft nicht nur Rentner der Zukunft. Oftmals haben diese Leute aber eine gute betriebliche Altersvorsorge und teilweise Kapital aus einer Kapitallebensversicherung (wobei ich die KLV nicht als vernünftiges Produkt für eine Altersvorsorge ansehe). Somit werden niedrige Renten aus der gesetzlichen Rentenversicherung abgefangen.

Es gibt aber auch positives zu berichten. Ich denke, dass die Renten von Frauen in der Zukunft wesentlich höher sein werden als zur Zeit. In aller Regel, haben Frauen noch die weit geringeren Renten als die Männer (Grund Hausfrauentätigkeiten). Viele Frauen heute arbeiten und erziehlen höhere Entgelte. Bedenke bitte auch, dass die Partnerinnen oftmals ein zusätzliches Altersvorsorgeprodukt abschließen. Vielleicht sollten wir nicht immer nur negativ denken.

Gruß Guido


Fonds hin oder her, oft genug geht sowas auch nach hinten los, wie unlängst Millionen amerikanischer Rentner merken mussten, die in Immobilienfonds gemacht hatten-eigentlich eine sehr seriöse Anlageform...Es ist eines, wenn es "freiwillige Aktionäre" trifft, es ist aber ganz was anderes, wenn es Aktionäre trifft, die an die Börse müssen um überhaupt mal ne Rente zu kriegen.

Die gute betriebliche Altersvorsorge kann man wohl getrost als historisches Relikt bezeichnen. Sowas hat doch nun wirklich absehbar bald niemand mehr und lineare Erwerbsbiographien werden durch den Arbeitsmarkt torpediert.

Ich weiß auch nicht, was so toll dran sein soll, dass Frauen mutmaßlich mehr Rente kriegen (faktisch verdienen sie immer noch weniger für gleiche Arbeit, die Rente wird so dolle auch nicht sein). Nicht falsch verstehen, ich hab nix gegen arbeitende Frauen, darum gehts ja nicht-nur, das eigentliche Problem ändert sich ja nicht. Ob nun von der Rente des Mannes gelebt werden muss oder in Zukunft von der Rente der Frau, das ist doch gehupft wie gesprungen.

Mein Tipp für Leute ausserhalb von Städten ist folgender:

Nicht erst für morgen Investieren, sondern heute für heute und morgen. Bspw. gibts schon einige Gemeinden, die ihren Strombedarf selber decken, weil sie sich ein eigenes kleines Kraftwerk geleistet haben. Gleiches kann man mit Grundnahrungsmitteln machen, gemeinsam Ländereien kaufen und das professionell beackern lassen. Und so weiter...

Wenn man das in der Gemeinschaft konsequent macht, dann kommt man durch die massiven Einspareffekte auch mit einer niedrigen Rente gut hin.Und es ist sinnvoller, etwas abzubezahlen was man hat, als auf etwas einzuzahlen, was man vielleicht nie bekommt.

Ich bin mir sicher, daß das so kommen wird. Und witzigerweise haben da alle was von. Die Wirtschaft vor Ort, die den Kram warten muss. Die Bürger, die gesamt profitieren und unabhängiger sind und dazu noch langfristig planen können (kaum Preissprünge, denn Gewinne müssen nicht gemacht werden). Die Gemeinde, die Steuern einnimmt und dazu noch weniger Sozialausgaben leisten muss. Verlieren tun tatsächlich nur die Konzerne, die auf den schnellen Euro aus sind und ständig von einem Markt in den nächsten springen und nicht nachhaltig wirtschaften können. Und die Großkonzerne können nur bedingt ihre Marktmacht ausspielen. Denn den eigenen Betrieb gibt man nicht auf, so werden die Leute für einen mutmaßlich geringeren Strompreis das Vorhaben nicht abbrechen, denn Planungssicherheit ist unbezahlbar, das haben mittlerweile alle kapiert.
Alt 15. 01. 2008, 21:06 Zel is offline Mit Zitat antworten #59
Bombsquad85
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Re: Lebenslüge Riester-Rente?

Zitat:
Zitat von ToxedViruz 
post #15 in diesem thread... aber man kann es nicht oft genug zitieren.
sorry, habs übersehen

vielleicht noch eins: woher will man denn wissen, was in 40 Jahren ist? Man kann sehr schlecht vom Ist-Zustand auf die nächsten 40 Jahre rechnen, dan:n müsste die Welt ja gaaanz linear gleich verlaufen. Um mal Volker Pispers zu zitieren "Hätte ich Ihnen vor 20 Jahren gesagt, dass im Jahr 2008 Lettland in der Europäischen Union ist, dann hätten Sie gefragt: " Lettland? Ich kenn Legoland, aber Lettland?" Das gab es nämlich damals noch garnicht, das war damals noch 'Der Russe'"

Ich würd da nicht ganz so schwarz sehen, da es auf Dauer nicht so weitergehen kann wie jetzt. Entweder bricht das System zusammen oder es wird noch auf die eine oder andere weise von den Bürgern verändert.
Alt 16. 01. 2008, 11:29 Bombsquad85 is offline Mit Zitat antworten #60
guido1972
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Re: Lebenslüge Riester-Rente?

Zitat:
Zitat von Bombsquad85 
sorry, habs übersehen

vielleicht noch eins: woher will man denn wissen, was in 40 Jahren ist? Man kann sehr schlecht vom Ist-Zustand auf die nächsten 40 Jahre rechnen, dan:n müsste die Welt ja gaaanz linear gleich verlaufen. Um mal Volker Pispers zu zitieren "Hätte ich Ihnen vor 20 Jahren gesagt, dass im Jahr 2008 Lettland in der Europäischen Union ist, dann hätten Sie gefragt: " Lettland? Ich kenn Legoland, aber Lettland?" Das gab es nämlich damals noch garnicht, das war damals noch 'Der Russe'"

Ich würd da nicht ganz so schwarz sehen, da es auf Dauer nicht so weitergehen kann wie jetzt. Entweder bricht das System zusammen oder es wird noch auf die eine oder andere weise von den Bürgern verändert.

Da gebe ich Dir recht aber was hat das mit dem Thema zu tun. Es ist doch so, wenn ich der Meinung bin, dass ich später eh keine Leistungen mehr zu erwarten habe, dann bin ich heute natürlich nicht bereit Gelder für später zu sparen. Dann darf ich mich aber nicht beschweren, wenn es dann im Alter ebend keine Leistungen mehr gibt. Meine Güte ich habe jeden Tag mit Leuten zu tun die u.U. einfach mal Pech gehabt haben. Die einen sind Erwerbsgemindert und anderere sind Konkurs gegangen. Man kann sich nicht gegen alles versichern oder alle Eventualitäten rückversichern. Im eigentlichen Thread ging es um die lebenslüge Riesterrente. Die Darstellung von Monitor war einfach sehr fahrlässig. Ausserdem gibt es laufend veränderungen. Und genau darum geht es hier doch. Jetzt haben wir die Möglichkeit selber am System etwas zu verändern. Und was passiert. Es wird zerissen. Letztlich wäre ich doch auch froh, wenn die Riesterrente nicht auf die Grundsicherung angerechnet wird. Also das fordern ja jetzt alle. Wenn das passiert werde ich hier einen neuen Thread aufmachen mit dem Thema "ich bezahle mit meinen Steuern deren Grundsicherung" obwohl u.U. ein Kapital in Höhe von 30000 Euro auf dem Riestervertrag vorhanden sind.

Gruß Guido
Alt 16. 01. 2008, 18:18 guido1972 is offline Mit Zitat antworten #61
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Re: Lebenslüge Riester-Rente?

ich habe da auch noch einen Link wo die Riesterrente an einem Beispiel durchgerechnet wurde

diese Person kommt zu dem Schluss, dass es sich nach seiner Beispielrechnung nicht lohnt


erayjon
Alt 19. 01. 2008, 00:03 erayjon is offline Mit Zitat antworten #62
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Re: Lebenslüge Riester-Rente?

Die OECD prognostiziert eine erhebliche Zunahme der Altersarmut.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...529601,00.html

Aber das ist ja gewollt. Die Sozialkosten müssen gedrückt werden, damit das reiche Gesindel mehr in die Tasche bekommt.
Alt 19. 01. 2008, 10:28 Der Rebell is offline Mit Zitat antworten #63
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Re: Lebenslüge Riester-Rente?

Hallo,

hier wird eine Angst geschürt, die seinesgleichen sucht.

MONITOR hätte vielleicht mal die Vertragsbedingungen der Riester-Rente genau durchleuchten sollen.

Dort ist nämlich verankert, das ein Riester-Renten-Vertrag jederzeit gekündigt werden kann. Auch 1 Monat vor Beginn der gesetzlichen Rente. Und durch die Renteninformationen, die jedes Jahr verschickt werden, ist man doch als normal-gebildeter Bürger in der Lage, sich schon vorher zu informieren, ob man in die Grundsicherung muss oder nicht. Somit kann der Riester-Vertrag gekündigt werden (Zulagen / Steuerersparnis muss zurückgezahlt werden), aber das eigene eingezahlte Geld nebst Zinsgewinn aus Eigenbeiträgen und Zulagen verbleibt beim Versicherten. Und was man mit dem Geld macht, bleibt ja jedem selber überlassen.

Somit tappt man nicht in die Riester-Falle und hat über die Laufzeit einen Hartz IV / insolvenzsicheren Vertrag.

Gruss vom KleinenHasen
Alt 19. 01. 2008, 10:38 KleinerHase is offline Mit Zitat antworten #64
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Re: Lebenslüge Riester-Rente?

Witzbold.

Das Geld, was Du Dir auszahlen läßt, mußt Du auch erst verbraten, bevor Du Hilfe bekommst. Oder willst Du das Geld etwa verschleiern?

Ausgerechnet bei der Riester-Rente dürfte das schwerfallen, weil die Rückzahlung ja wohl bekannt sein dürfte.
Alt 19. 01. 2008, 10:43 Der Rebell is offline Mit Zitat antworten #65
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Re: Lebenslüge Riester-Rente?

Einfach mal ne (blöde) Frage:
Um welche Summe in € geht´s hier eigentlich? 10, 100 oder gar 500€??
Mit wieviel pro monatlicher Rente darf man zusätzlich durch Riester rechnen?
Ebenso wäre dann der Eigenanteil, über die Jahre gezahlt, von Interesse.
Alt 19. 01. 2008, 10:48 TR4 is offline Mit Zitat antworten #66
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