Nachdem der
Thread zu dem Thema geschlossen wurde, muss ich halt einen neuen aufmachen...
Zitat:
Jugendliche Kriminalität ist u.a. dadurch gekennzeichnet, dass Täter die strafrechtlichen Konsequenzen nicht in Rechnung ziehen.
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Die hohe Rückfallquote der zu Freiheitsstrafen verurteilten Jugendlichen von nahezu 80 % legt eindringlich nahe, dass der Freiheitsentzug nicht die versprochene abschreckende Wirkung besitzt.
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Das hört sich zunächst nach einem Widerspruch an. Denn erst heißt es, die Jugendlichen verstehen nicht, was für schlimme Folgen ihr kriminelles Verhalten haben kann und begehen aus dem Grund Straftaten. Dann heißt es, dass sie die Straftaten weiterhin begehen, obwohl sie dann ja am eigenen Leib erfahren haben, welche Folgen ihre Straftaten haben.
In Wahrheit gibt es hier eine Kopplung von zwei verschiedenen Faktoren, das wird nicht so ganz deutlich, daher wollte ich das nochmal ansprechen:
Zum einen ist Jugendlichen nicht klar, was die Folgen sind bzw. sie machen es sich nicht so richtig bewusst (jeder weiß eigentlich, dass man für bestimmte Taten ins Gefängnis kommen kann).
Waren sie einmal für längere Zeit im Gefängnis, sind sie 'desozialisiert' und haben ihre sowieso heutezutage schon geringe Motivation ein 'gutes' Leben zu führen gänzlich verloren.