Die Business Software Alliance, kurz BSA, sorgt regelmäßig mit Kopfgeldern auf "Piraten" bzw. Prämien für Denunzianten für Erheiterung oder Ärger, je nach Standpunkt. 20 Jahre alt wird die Organisation 2008, die sich ganz dem Kampf gegen Softwarepiraterie verschrieben hat und dafür Lobbypolitik, Öffentlichkeitsarbeit und eben auch Ermittlungen betreibt. Der Nutzen wird angezweifelt, Kritiker werfen der BSA zum anstehenden Jubiläum gar vor, die eigene Klientel auszunehmen. Fast 90 Millionen "Schadensersatz" habe die BSA eingenommen, überwiegend von Kleinunternehmen, die zu den besten Kunden der Softwareindustrie gehören.
Dabei lassen die "Erfolge" zu wünschen übrig, auch wenn die üblichen Befürworter der selbsternannten Pirateriewächter der Ansicht sind, ohne die BSA seien die "Verluste" durch unlizenzierte Installationen um 20 bis 30 Prozent höher als aktuell. Denn die Opfer der BSA-Repressalien sind häufig mitnichten Unternehmen, die aufgrund enormer krimineller Energie und der puren Lust an verhungernden Programmierern unlizenzierte Software einsetzen. Oft genug finden sie sich schlicht im Lizenzdschungel nicht zurecht, in den ungünstigsten Fällen wurden Unternehmen ausgerechnet beim Nachlizenzieren von Ex-Mitarbeitern verpetzt
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